Alle Beiträge von Anna

Man erntet, was man sät…

Wir sind wieder mit dem Bautrupp und den Zockerladies eine Woche vor Ort in Bucov. Gemeinsam bauen wir Dächer, erfassen Hunde und schauen, dass es den Hunden, die dort untergebracht sind, halbwegs gut geht.  

Tag 3 in Bucov und es war wieder richtig gutes Wetter heute. Heute morgen habe ich Detlef erst mal seinen alten Kumpel PALERMO gezeigt, den Detlef schon für tot empfunden hatte, weil er ihn jetzt mehrere Tage nicht sah. Dabei ist PALERMO einfach ein wenig mit seiner Hundegruppe umgezogen. Der alte Mann sieht gut aus, das Fell ist dicht…Klar merkt man, dass er in die Jahre gekommen ist, aber er hält sich gut!

Auch für uns ging es direkt weiter in die Kennels, aktuell sieht es ganz gut aus und wir scheinen alles zu schaffen. Auch mit Irina habe ich schon einen Termin ausgemacht, wann wir uns die Hunde in den vetkennels anschauen. Dort sind wir auf die Angaben der Tierärztin angewiesen, denn sie kennt die Hunde genau und weiß, warum sie dort sind. Da es in den Vetkennels dunkel und laut ist, müssen wir alle Hunde raustragen, was ein größeres Unterfangen ist und wir dafür einfach mehr Zeit brauchen.

Anke hat wieder non stop Kies gefahren – eine echte Knochenarbeit…Sie ist so unfassbar fleißig und fährt Stunde um Stunde ihre Kieskarren…Riesen Lob!!

Heute durften die Männer sogar das Elektrofahrzeug des Shelters benutzten, Premiere….Es machte die Arbeit so viel leichter. 

Gestern kam Lady Badicu zu mir, eine ältere Dame, die schon länger vor Ort auch aktiv ist und einige Kennels betreut. Bisher hatte sie es abgelehnt, dass wir auch „ihre“ Hunde vorstellen und Fotos dort machen. Sie war sich nicht so sicher, was mit den Hunden passieren wird und hatte eine Adoption immer verneint. Lady Badicu gab mir die Hand, sagte, dass sie uns ja nun schon öfters hier gesehen hat und Aniela und Mihaela ihr immer die Fotos der vermittelten Hunde zeigen. Sie hätte sich nun auch dazu entschieden, dass wir auch ihre Hunde zur Adoption vorstellen durften. Dann ging sie wieder und ließ mich ein wenig stumm dort stehen… Ich freute mich natürlich riesig über diesen Fortschritt, der für Außenstehende vielleicht nicht so riesig wirkte, wie auf mich. Aber teilweise sitzen ihre Hunde über 5 Jahre dort, die Zwinger von ihr sind immer sehr sauber und die Hunde bekommen ab und an spezielles Essen von ihr, aber Langeweile und Eintönigkeit herscht auch bei diesen Hunden…

Dass diese Dame nun auf uns zukam und sich zu diesem Schritt entschieden hatte, dass wir die Geräte des Shelters nutzen dürfen, zeigt uns: Es macht sich bezahlt, dass wir niemals gegen irgendjemanden dort gerarbeitet haben. Dass wir uns nicht ständig darüber beschwert und aufgeregt haben, was alles dort nicht geht und wie blöd doch alles ist. Es macht sich bezahlt, dass wir alle Gäste, die wir mit nach Bucov genommen haben, immer darauf hinwiesen, dass wir mit allen höflich dort umgehen, dass wir uns an die Regeln dort halten und dass wir uns einfach benehmen. Wir machen dort unsere Arbeit und versuchen den Leuten dort deutlich zu machen, dass wir helfen und die Lage verbessern wollen. Wir wollen niemanden anschwärzen, oder vorführen, oder das Tierheim schlecht machen. Früher mussten wir jeden Tag spätestens um 15 Uhr die Bühne dort räumen, mittlerweile dürfen wir so lange dort sein, wie wir wollen… 
Es ist nicht nur hier so, es ist eigentlich in sehr vielen Fällen die Regel, dass man das erntet, was man sät. Und durch Missmut, Ärger, schlechte Luft und Unfreundlichkeit, erreicht man prinzipiell gar nichts. Wie oft hört man, dass die Rumänen Schuld sind, dass sie schlecht mit ihren Hunden umgehen, dass sie faul sind, dass sie sich nicht kümmern? Dass die Hundefänger alles Sadisten sind und Hunde quälen. Es wird aktiv Stimmung gegen die Menschen gemacht, die die Hunde betreuen, die uns am Herzen liegen. So oft ist Tierschutz damit verbunden, dass man Menschen schlecht macht und Verantwortliche sucht. Das ist auch zum Teil natürlich bitter nötig und auch richtig. Aber gerade im Auslandstierschutz gibt es eine unfassbare Pauschalisierung, was die Schuldigkeit angeht. Man kann keinen Tieren helfen, wenn man die Menschen nicht mit einbezieht. Das ist der leider absolut falsche Weg. Und auch heute gab es so viele kleine Situationen, die klar machten, dass das Miteinander zählt…
Die Tage über war ein Hund aus einem Kennel abgehauen, der wohl alles andere als nett sein sollte und den alle gerne wieder in seinem Kennel zurück hätten. Die Tage zuvor hatte ich aber diesen Hund gestreichelt ( ich wusste nicht, dass er auf der roten Liste stand… ;-)) und war ein wenig besorgt, dass man nun mit Druck versuchte, wieder in den Kennel zu bringen. Ich bat dem Chef der Hundefänger an, dass ich helfen würde und ihn in seinen Kennel zurückbringen würde… Man belächelte mich zwar etwas, aber als ich den kauzigen Kerl an seinem Halsband in den Kennel brachte, waren alle schnell still und man bedankte sich bei mir per Handschlag. Solche Situationen zeigen, dass diese Sensibilität und Aufmerksamkeit im mitmenschlichen Umgang absolut wichtig ist, damit man vor Ort weiter kommt. Ich begrüße grundsätzlich alle Mitarbeiter dort mit einem „Salut!“, was immer erwidert wird. 

Vielleicht fangen wir also gerade an und sammeln ganz vorsichtig die ersten Früchte unserer Arbeit ein… 

Auf dem Gelände des Shelters hängen die Obstbäume schon dick mit Früchten und die ersten Kirschen kann man schon essen. 

Heute am späten Nachmittag habe ich noch eine kleine Runde gedreht und so viele Hunde konnten schon den Schatten durch unsere Dächer genießen. Morgen haben dann auch endlich die Hunde der Kennels 50-58 jede Menge Schatten und müssen sich nicht mehr in eine schmale Ritze drängen.  Ein gutes Gefühl und wieder eine kleine „Ernte“…

Irina war heute auch wieder stundenlang im Einsatz und hat vor allem neu ankommende Hunde versorgt, die leider auch voller Zecken von der Straße zu uns in Shelter kommen. 

 

Morgen werden wir eine kleine schwarze Hündin scheren, die völlig verfilzt ist. Irina wird ihre Scherrmaschine mitbringen, mit der Schere heute haben wir nach 5 min aufgegeben…:) Sie heißt nun RABEA und wir hoffen, dass es ihr morgen dann sehr viel besser geht!

Wir machen nun weiter mit unseren Listen und planen auch noch den Transport fertig, der diese Woche noch starten wird…
Müde Grüße aus Ploiesti! 🙂

So weit die Füße tragen…

Wir sind wieder mit dem Bautrupp und den Zockerladies eine Woche vor Ort in Bucov. Gemeinsam bauen wir Dächer, erfassen Hunde und schauen, dass es den Hunden, die dort untergebracht sind, halbwegs gut geht. 

Nach dem gemeinsamen Steh-Schnell-Frühstück am Supermarkt sind wir gemeinsam nach Bucov aufgebrochen. Die Sonne schien, es waren bereits um 7:45 Uhr 19 Grad und es war klar: Heute wird es heiß. Die Männer sind direkt zu ihrer Baustelle zurück gekehrt und konnten aufgrund des Wetters super voran kommen! Die Kennels von gestern sind nahezu fertig, Markus und Renee haben heute die Metalldächer noch installiert. 

Die anderen Männer haben in der 50er Kennel Reihe mit dem Ständerwerk für weitere Dächer angefangen und heute Abend war auch das schon ziemlich weiter fortgeschritten. Beim Bautrupp läuft es also ausgezeichnet. Auch die angestellten Arbeiter packen zeitweise mit an, was natürlich den gesamten Prozess nochmal beschleunigt. 

Das kleine elektro. Tierheimfahrzeug darf auch mitbenutzt werden.

 

 

self made storage… 🙂

Anke und Daniela haben weiter Hütten sauber gemacht und Schubkarre für Schubkarre noch Kies gefahren. Ein Bärenjob bei der Wärme…Danke Ladies!!

Wir Erfasser-Teams haben weiter Gas gegeben, gestern hatte uns der Regen ein wenig zurückgeworfen, heute haben wir quasi von 8:30 Uhr – 17:30Uhr durchgearbeitet… Jetzt klingeln uns die Ohren und wir haben wieder so viele tolle Hunde getroffen…Heute haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass man in so einem totalen Zwiespalt hängt. Natürlich möchte man jedem Hund die Chance geben, sich ein wenig zu entspannten und ihn nicht gleich aufgeben, wenn er noch in der Hütte hocken bleibt…Aber natürlich ist unsere Zeit hier begrenzt und wir können nicht ewig warten, denn so viele Kennels warten noch… In manchen Kennels sind teilweise 20 tolle Hunde und man braucht dort doch dann einiges an Zeit, bis man alle kenenngelernt und erfasst hat…

Was mir immer wieder bei diesem Besuch auffällt….Die Pfoten der Hunde…Sie erzählen teilweise ganze Geschichten. Gerade die älteren Hunde haben total durchgetretene Füße, die Krallen dick und lang, Wolfskrallen, die sich schon eingerollt haben…Das ist ein mittelschweres Drama, weil wir können nicht jeden Hund narkotisieren, um ihm die Krallen zu schneiden. Und einem Hund, der nullkommanull Lust auf Kooperation hat, die Krallen zu schneiden, ist ein Unterfangen, was durchaus blutig ausgehen kann…

Wo werden diese Pfoten schon überall rumgetigert sein? Wie viele Schritte mögen sie schon hinter sich gebracht haben? So abgenutzt und verbraucht wie die Pfoten der alten Hunde aussehen, so jung und unbenutzt sehen die der Welpen aus. Am liebsten würde man manchem kleinen Hundekind versprechen, dass es niemals die Pfoten auf diesen leider sehr schwierigen Boden in Bucov setzen muss, aber das können wir nicht. 

Das mittelschwere Welpendrama ereignete sich heute. Früh am Mittag wurde eine Box mit 8 relativ kleinen Welpen vor der Tierheim Tür gefunden, circa eine Stunde später stand eine säugende Mutter mit 8 weiteren Welpen vor der Tür, diese waren schon ein wenig älter.. Somit musste mal wieder improvisiert werden. Natürlich ist in Bucov nicht ein einziger Kennel leer, so dass erst mal Platz geschaffen werden musste. Ein kleiner Zwinger wurde nun komplett freigemacht für die Mama und wir hofften, dass wir ihr auch die 8 kleineren Welpen dazusetzen konnten, denn sie wären ohne Milch völlig verloren und nein: Hier kann niemand 8 Welpen mit der Flasche großziehen. Aniela hat gerade 3 Saugwelpen bei sich Zuhause, mehr geht einfach nicht…:(

Die Mama…so tapfer.
Das neue Zuhause.
Das erste Mal Welpenfutter…
Die Mama wird zum Gehege gebracht.
Erst mal trinken…
Ein harter Start in Bucov.
Alle müde, Mama ganz nett mit allen.

Unsere erste Sorge war unbegründet, die Mama machte das ganz toll.  Für die diese Großfamilie ist es nun ein neuer Start, die Chancen sind nicht einfach auszumachen. Man muss sehen, wie die kleinen Welpen das Umfeld verkraften, wie sie die Impfungen überstehen und Kraft für diese erste schwere Zeit finden. Auch bei ihnen bleibt abzuwarten, wohin sie ihre kleine Füße tragen werden… Vor Ort versuchen alle ihr Bestes, damit ihr Weg gut weitergehen kann. 

Aniela hat heute zusammen mit Ionuts noch in vielen Kennels Simparica verteilt, wir hatten euch ja gestern von der Zecken und Hautproblematik berichtet…Aktuell haben dieser Viecher leider ihre Hochzeit…

Heute Abend spät waren Melanie und ich noch in relativ abgelegenen Kennels, die von Mihaela betreut werden. Und dort haben wir wieder so viele tolle Schätze gefunden…Ich vergleiche das ja immer mit Goldsuche…Man zieht los, weiß nie genau, was einen erwartet und dann gräbt man, klettert in jeden Winkel, schaut in jede Hütte und wird so oft sooo positiv überrascht von Hunden, die quasi nur darauf gewartet haben, dass endlich jemand vorbei kommt und sie kennenlernen möchte…

Wir versprechen den Hunden, dass wir, soweit uns unsere Füße noch tragen, alles dafür tun werden, damit es ihnen gut geht, sie Chancen haben und ein halbwegs gutes Leben führen können…Es ist schwer, es ist noch weit, es wird noch viele Jahre dauern, aber wir sind auf dem richtigen Weg…

Abendessen. Galeriepflege. Bett. 

So sieht der Rest unseres Tages (Urlaub!!) aus… Gestern Abend habe ich mit allen mal kurz gesprochen, wie es so klappt und geht und wie sich die Zeit hier anfühlt. Alle sind zwar echt platt, aber jeder, der hier ist, weiß, dass er am richtigen Ort ist und dass er seine Zeit richtig investiert. Auch wenn es natürlich Urlaubszeit ist, in der man auch am Strand mit Buch liegen könnte. Aber daran denkt hier gerade niemand. Hier wird geplant und kalkuliert, was alles noch machbar und umsetzbar ist in dieser einen Woche… tolles Team!

 

 

 

Es geht wieder los… :) – Tag 1 in Bucov.

Wir sind wieder mit dem Bautrupp und den Zockerladies eine Woche vor Ort in Bucov. Gemeinsam bauen wir Dächer, erfassen Hunde und schauen, dass es den Hunden, die dort untergebracht sind, halbwegs gut geht. 

Ihr kennt es ja schon. Wenn ich das erste Mal nach Bucov komme, mache ich wie gewohnt meinen Rundgang. Es für mich mittlerweile total spannend zu sehen, was sich bisher wieder getan hat, wo angebaut wurde, welche Hunde immer noch dort sind, wer neu dazu gekommen ist… Da einige vom Team schon gestern im Shelter waren,  und auch der Bautrupp schon fleißig angepackt hatte, machte ich einen flotten Rundgang und dann ging es auch schon los. Die Männer bauten weiter an den Dächern für Kennel 104 und Co. 

Auch das kleine Räumchen für die Tierärzte ist fertiggestellt und im Einsatz. Catalina ist super glücklich nun und hat nun einen Platz, wo sie ihre Dinge lagern und auch Hunde überdacht behandeln kann. Vor allem die Beklebung der Fenster gefällt uns sehr gut. 🙂

Wir haben uns untereinander in 3 Teams aufgeteilt, die alle mit der Erfassung der Hunde beschäftigt sind. Vor allem der Abgleich mit unserer Galerie ist extrem wichtig, damit alles aktuell ist. Ebenso habe ich schon begonnen, direkt alle Notfälle, die mir heute begegnet sind, direkt hochzuladen.  Vor allem Opa TAIKO und LOBO haben mich sehr berührt… 

Taiko
Lobo

Beide findet ihr schon in unserer Oldie Galerie: 

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Notf-lle/Oldies?page=2 

Zwischendurch hatte man immer mal wieder Zeit und hat sich zu den Hunden in die Kennels gesetzt. Dort versuche ich mich dann immer wieder in die Köpfe der Hunde einzudenken. Wie ist das so, wenn man den gesamten Tag hier sitzt und wartet? Wie ist das, wenn man immer in der Habachtstellung sein muss, dann es könnte ja schon wieder ungeplant Stress geben…Wie ist das, wenn man schon so viel erlebt hat, wenn man vorher schon so weite Wege auf sich genommen hat…In einem Kennel bin ich über einen Rüden gestolpert, der sich nicht anfassen lassen wollte. Er lag in der Hütte und knurrte sofort sehr deutlich, wenn man sich zu ihm beugte. Ich habe seine Pfoten gut sehen können und sie sprechen Bände über sein bisheriges Leben…

Die Krallen viel zu lang, die Ballen teilweise ganz trocken oder aufgerissen. Ich werde morgen Catalina fragen, ob sie eine Idee hat, wie man dem Kerl zumindest mit seinen Krallen helfen kann. 🙁

Und so geht es weiter, Kennel zu Kennel. Bettina schreibt jedes Details auf, ich versuche teilweise in super engen Winkeln halbwegs gute Fotos zu machen. Flöhe sind überall, Staub + Dreck kommen gratis oben drauf.  

Olle mit Zecken…Die Dinge sind leider überall….

Mittags wurden wir mit einem dramatischen Wolkenbruch in unserer Arbeit unterbrochen. Die Männer vom Bautrupp mussten komplett abbrechen, alles war nass, Balken und Bleche gefährlich rutschig. Wir Erfassungsteam wartet knapp eine Stunde und dann wurde es langsam wieder trocken von oben…unten: Totale Matsche, alles nass, Spritzwasser durch Hunde, die an einem hochspringen…Ein wahres Fest für Kamera, Schreibkram und Brillenträger…:)) Es trocknete aber sehr schnell wieder ab und wir arbeiteten vermehrt in den Kennels, die überdacht waren. Da hat man nun aber auch wieder deutlich gemerkt, wie verdammt wichtig diese Dächer sind…Ich kann und will mir Bucov nicht mehr ohne diese Teilüberdachungen vorstellen! Es schützt die Hunde so sehr und gerade das Nasswerden ist für langfellige Hunde wirklich ein Problem…

Ein trockenes Plätzchen gefunden…

Später am Nachmittag waren wir noch in einer Kennelreihe, die leider völlig besiedelt von Zecken ist. Teilweise sind die Hunde übersät von kleinen Zecken, die zu hunderten auf dem Kopf verteilt sind, auch die Ohren sind teilweise schwer angegriffen. Eine Hündin hatte zahlreiche Zecken in einer Wunde sitzen, die wir ihr rausgefrickelt haben. Es ist wirklich grenzwertig ekelhaft und die Hunde leiden so sehr darunter, und die Zecken bringen auch noch ein Haufen Krankheiten mit, die lebensbedrohlich sein können. Ich muss hier bitte nochmal eure Hilfe erfragen, denn unser Spendenbanner für die Anti Zecken Aktion ist noch bedenklich leer und wenn ich hier die Zecken- und Flohmassen sehe, müssen wir ganz dringend handeln. Alle diese Kennels haben wir schon genau notiert, wir werden morgen dort entsprechende Mittel verteilen, aber wir müssen zeitnah dringend nachbestellten!

http://prodogromania.de/hauthunde-2/

Ich möchte mich heute nochmal bei allen Menschen bedanken, die erneut ihren privaten Urlaub dafür verwenden, um hier vor Ort mitzuhelfen. Um Dächer zu bauen, Hütten zu reinigen, Hunde zu erfassen…Danke, dass ihr so sehr dabei helft, dass wir hier voran kommen. Danke auch an die Mädels, die nun wieder lange abends an den Computern sitzen und die Hundebeschreibungen fertig machen, die Texte schreiben, die Links einstellen….Es ist wirklich nicht so easy hier und durchaus eine Belastung und Anstrengung. Danke, dass ihr das auf euch nehmt!

Wir gehen nun gemeinsam noch zusammen etwas essen ( das ist wichtig für die Nerven…!) und dann stellen wir euch weitere Hunde vor, die hier darauf warten, dass sie endlich reisen dürfen…

Das Wetter soll in den kommenden Tagen bombastisch werden, wir werden also ordentlich voran kommen!

Ein anderer Orbit…

Wir sind wieder eine Woche vor Ort in dem privat geführten Tierheim in Baile Herculane, mitten in den Karpaten und nehmen euch gerne mit auf unsere Reise. Jeden Abend gibt es einen kleinen Tagesbericht, der zusammenfasst, was wir so erlebt haben.  

Gestern Abend informierte mich Mishu, dass er eine Anfrage erhalten hatte von einer Familie aus Mehadia, die mehrere Hunde ins Tierheim geben wollte. Es sollte sich dabei um Welpen und zwei Kettenhunde handeln. Sie könnten sich nicht mehr um die Hunde kümmern. Wir fuhren also heute morgen mit Andrei, Mishus Sohn nach Mehadia, und waren ein wenig gespannt, was uns dort erwarten würde. Wir konnten mit dem Auto nicht ans Grundstück fahren, es ging steil bergauf, wir mussten einiges zu Fuß zurücklegen. Die Boxen nahmen wir mit. 

Angekommen wurden wir erst mal hinter das Haus geführt, dort sass eine Kettenhündin, die aber dort bleiben sollte. 

Wir wurden zu einem Holzverschlag geführt, der völlig dunkel war und mit Stroh gefüllt war. Dort wurden drei Welpen herausgeholt, die völlig versteinert waren, zwei braune und ein weißer. 

Weiter ging es zu einem kleinen separaten Grundstück, was völlig abgezäunt und mit Holz abgeschottet war. Dort stand eine Badewanne, an der mit einer massiven Kette ein kleines Kerlchen fixiert war. 🙁 Er wurde als erstes befreit und war sehr freundlich, als wir ihn in die Box setzten. 

Der kleine Kerl begrüßte uns sehr neugierig.
Hinter der Badewanne hat er bei Sturm und Regen wohl Unterschlupf gefunden.

Das zweite Hundchen – Hund kann man nicht sagen – war eine ältere Hündin, maximal 4kg mit einem 2kg Lederhalsband und einer 2 kg Kette…:( Ich habe ja schon wirklich viel gesehen, aber das war dann doch wieder etwas, was man nicht mehr logisch erklären konnte. 

Die kleine Hündin wird von ihrer Kette befreit.
Hier wurde ausgeharrt. Von „leben“ kann nicht die Rede sein.
Alle man an Bord, es geht Richtung Tierheim.

Die Leute, die die Hunde so untergebracht hatten, waren sehr freundlich zu uns und verabschiedeten sich auch von jedem Tier einzeln. Sie haben sie gefüttert und konnten zu jedem einige Sachen sagen, die Welpen sollen wohl angeblich schon eine erste Impfung erhalten haben. Man kann also nicht sagen, dass ihnen die Hunde total egal wären. Laut ihrer Aussage waren die beiden Hunde an die Kette gelegt worden, weil sie keine Welpen haben wollten und die Hündin würde, wenn sie läufig sei, ja dann streunern gehen. Als wir ihnen erklärten, dass eine Kastration doch die Lösung sein könnte, um in Zukunft keine weitere Hunde an die Kette zu legen, blockten sie schnell ab. Auch hier waren wieder einige Vorurteile im Spiel. Mishus Sohn erklärte ihnen ganz klar, dass die Hündin, die noch im Garten an der Kette lebte, kostenlos abgeholt und kastriert werden könnte. Mishu wird dort morgen auch nochmal anrufen und erneut dieses Angebot machen…
Die Leute selbst machten einen sehr einfachen und armen Eindruck, ihr Haus war mehr oder weniger auch nur ein Hüttchen, es gab ja noch nicht mal einen offiziellen Zugang zum Gelände, man kraxelte ein ganzes Stück am Hügel entlang. Die Frau war noch relativ jung, sah aber körperlich wirklich schon müde und abgezerrt aus. Es war klar: Die Familie hatte mit sich selbst schon einige Probleme und sicherlich kein einfaches Leben, als dass sie in der Lage wären, sich noch groß Gedanken über die Kastration ihrer Hunde zu machen. Einen kleinen Welpen, der noch die Augen verschlossen , gaben sie uns auch noch mit, sie hatten ihn wohl am Fluss gefunden. Supermommy, die aktuell im Badezimmer untergebracht ist, hat ja 6 eigene Welpen in genau dem selben Alter, so dass wir es unbedingt versuchen wollten…

Ich merkte wieder: Es ist nicht nur ein anderes Land, manchmal ist es gefühlt auch ein anderer Orbit. Wir haben eine völlig andere Einstellung und Vorstellung im Bezug auf Haustiere. Wir haben eine völlig andere Vorstellung davon, wie man eigentlich lebt und wohnt, was für Sicherheiten gegeben sind und was für Sorgen einem den Tag über begegnen. Als wir den Hang wieder runterkletterten und ans Auto gingen, kamen drei weitere Frauen auf uns zu, die sich über einen Schäferhund beschwerten, der wohl im Ort herumlief und die Kinder erschrecken würde. Sie sprachen deutsch und erklärten uns, dass sie keine Angst vor den Hunden hätten und die kleinen Hunde auch gerne bei ihnen sein könnten, aber der große Hund müsse weg. 

Der „große Hund“…begegnete uns am Ende des Tages nochmal…Heute war viel los. 🙂

Wir fuhren ins Tierheim, brachten die Welpen in die Quarantäne, weil sie alle drei nicht gut aussahen.  Sie sind sehr verwurmt und man merkte, dass sie bisher wenig Bewegung hatten. Sie konnten kaum laufen, fielen immer wieder um. Auch das Licht schienen sie nicht gewohnt zu sein. Heute Abend ging es aber schon deutlich besser, sie konnten zu den Näpfen laufen. Morgen werden sie Tierärztin Andreea vorgestellt. 

Die beiden ehemaligen Kettenhunde haben wir in Mels Nest 2 in einem Zwinger untergebracht. Sie sind dort erst mal zu zweit, haben sich sehr gefreut, endlich wieder direkten Hundekontakt zu haben. An der Kette konnten sie sich nicht begegnen. Die Hündin, wir haben sie SALA genannt, war anfangs sehr besorgt, zitterte und verkroch sich. Aber heute Abend war sie schon aufgetaut. Fraß aus der Hand und wir konnten sie auf den Arm nehmen.

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane/H-ndinnen/H-ndinnen-ab-1-Jahr/SALA

Der kleine Rüde ist ebenfalls herzallerliebst. Er war so froh, dass er endlich frei umher laufen konnte! Wir haben ihn TWIX genannt. Ein richtig tolles Kerlchen. 

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane/R-den/R-den-ab-1-Jahr/TWIX 

Hallo, da bist du ja! TWIX freut sich, dass SALA nachkommt…
Ganz zufrieden im neuen Leben…

Nach dem auch der kleine Welpenwurm bei der Badezimmer Mommy gut untergebracht war und sie ihn akzeptierte, machten wir mit dem Hundeerfassen weiter. Ein Kennel mit neuen reisefertigen Welpen wartete noch auf uns. Leider schüttete es heute teilweise aus allen Kübeln und  es war ein wenig mühselig, denn die Hunde saßen dann doch viel lieber in den Hütten als vor der Kamera…

Später am Abend kam dann doch ein altes Gesicht in Baile an…Der Schäferhund, der uns in der Ortschaft als problematisch vorgestellt wurde, konnten von Andrei in Mehadia abgeholt werden. Ein wunderschöner und freundlicher Rüde, der auch in der ausgewählten Hundegruppe absolut freundlich und nett auftrat. Wir haben ihn JORGE getauft. 

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane/R-den/R-den-ab-1-Jahr/JORGE

 

Nachdem alle Hunde im strömenden Regen versorgt waren, verabschiedeten wir uns. Es war ein langer, nasskalter und anstrengender Tag, der uns wiedermal gezeigt hat, dass wir doch in einem Land aktiv sind, was teilweise leider noch sehr zurück ist und viele Menschen wirklich ein schwieriges Leben führen, gerade hier in den sehr ländlichen Bereichen. Es gibt wenig Jobs, die Armut und Perspektivlosigkeit ist groß… Wir können hier Hilfe und Aufklärung anbieten, kostenlose Kastrationen und Impfaktionen. Doch an der sozialen Situation der Menschen können wir von unserer Seite her nicht viel ändern. Daher wird es immer wieder solche Szenen geben, die man selber, wenn man aus einem solch reichen Land wie Deutschland kommt, nicht direkt verstehen und durchblicken kann. Ein anderer Orbit…

 

Tag 3 in Herculane…

Wir sind wieder eine Woche vor Ort in dem privat geführten Tierheim in Baile Herculane, mitten in den Karpaten und nehmen euch gerne mit auf unsere Reise. Jeden Abend gibt es einen kleinen Tagesbericht, der zusammenfasst, was wir so erlebt haben.  

Heute morgen ging es direkt weiter in Hundehaus C und B, wo wir gestern nicht ganz fertig geworden waren. 

Auch Matti wartet noch immer in seinem Zwinger.
Lancelot und Rübe, ein gutes Team.
Millowitsch und Willa….

Tine, Alicia und Susi haben heute zusammen mit Gogu einen Kennel vergrößert, weil dort weitere Welpen einziehen sollen, damit die Quarantäne wieder frei wird für Neuankömmlinge. Die Welpengruppen dort sind fertig geimpft und können nun raus in die Außenzwinger.

So konnten wir eine ganze Ecke dazugewinnen und die Welpen können nun dort alle gut miteinander auskommen. 

Gogu und Mishu haben dann direkt mit dem 4er Zwinger für die schweren Jungs weitergemacht. Diese Komplex entsteht am Rande des Geländes, damit es dort schön ruhig ist und wir werden dort direkt in der Nähe den Rennauslauf verwirklichen. So hat man kurze Wege und die großen Hunde, die nicht so einfach sind, und vermutlich lange im Tierheim bleiben werden, dort einfach in die Ausläufe gebracht werden können und man nicht erst durchs ganze Tierheim stapfen muss. Macht kein Spaß, wenn man einen 65kg Cane Corso, der nicht leinenführig ist, auf dem Gelände lange hantieren muss.

Opa MILLOWITSCH hat mich heute sehr berührt. Er ist so ein freundliches, altes und ruhiges Kerlchen. Den Winter hat er gut überstanden, aber man merkt ihm an, dass seine Knochen schon sehr steif sind. Auch ist er relativ dünn, was bei all dem vielen Fell erst auf den zweiten Blick auffällt…

Heute Abend kam noch der Zuständige von der Veterinärbehörde vorbei. In zwei Wochen organisiert er ein Treffen, wo verschiedene kommunale Vertreter der Veterinärämter zusammentreffen. Sie wollen dann gemeinsam das Tierheim in Baile Herculane besuchen und er hat mit Mishu nun einige Absprachen zu diesem Termin besprochen. Das Tierheim ist ja bereits länger offiziell abgenommen, die Zulassungsnummer hängt außen am Gelände und besitzt ebenso eine eigene Tracesregistrierung. Vor allem die Bauart, aber auch der abgeschlossene Veterinärbereich soll durch die Gruppe besucht werden.  Mishu und ich werteten dies als gutes Zeichen, für das Team vor Ort heißt es, dafür nochmal richtig klar Schiff zu machen, damit man bei dem Besuch auch wirklich gut dasteht. 

Leider findet man immer wieder Hunde, die man als kleine Welpen kennengelernt und die dann leider im Tierheim aufwachsen und nicht vorher ausreisen konnten. LOVELY ist so ein Fall…Sie ist einfach nur toll, wir können nur Positives über sie berichten. Doch leider hat sich bis heute auch für sie keinerlei Lösung gefunden…Ganz schön traurig. 🙁

Da wir nun in nahezu allen Zwingern waren, werden wir schauen, dass wir die kommenden Tage noch einige Ideen umsetzen können, wie man in einigen Zwingern noch für Verbesserung sorgen kann, gerade was die sehr scheuen Hunde betrifft. Wir haben mit Mishu schon einige Möglichkeiten durchgesprochen und werden sehen, wie wir sie umsetzen können. 

 

Gute Stimmung

Wir sind wieder eine Woche vor Ort in dem privat geführten Tierheim in Baile Herculane, mitten in den Karpaten und nehmen euch gerne mit auf unsere Reise. Jeden Abend gibt es einen kleinen Tagesbericht, der zusammenfasst, was wir so erlebt haben.  

Da das Wetter heute super war, haben wir beschlossen, die Veränderungen im Vet Gebäude zurückzustellen, da wir das gute Wetter ausnutzen wollten, um draußen bei den Hunden zu sein. 

Das A Gebäude haben wir heute komplett besucht, alle Hunde kennengelernt und wiedergetroffen. Diese Arbeit ist unendlich wichtig, da wir die Hunde selber kennen müssen, um sie sicher in passende Zuhause vermitteln zu können. Auch kann man schön erkennen, wie Hunde sich verändern können im Laufe der Zeit. Es gibt Entwicklungen, die uns sehr freuen, aber auch Entwicklungen, die uns traurig stimmen. Wer uns heute total umgehauen hat, war SHADY. Sie war sonst eigentlich immer relativ gestresst und hektisch, an ein ruhiges Anfassen war meist nicht zu denken. Doch heute setzte sie sich zu uns, fraß aus der Hand und ließ sich prima anfassen! Ein toller Fortschritt. 🙂 

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane/H-ndinnen/H-ndinnen-ab-1-Jahr/SHADY 

TIFFIE ist leider immer noch super unsicher, weicht aus, zittert…
Ihr geht es gar nicht gut und sie hat wirklich keine Freude vor Ort. 🙁
Aber wir brauchen auch hier die richtigen Menschen, denn TIFFIE ist aktuell nicht anfassbar, weicht sofort in alle Richtungen aus und man merkt, dass sie nie gelernt hat, dem Menschen zu vertrauen. 

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane/H-ndinnen/H-ndinnen-ab-1-Jahr/tiffie

Auch für Opa MANOLO drängt die Zeit. 

Er ist super dünn, sehr schwach auf der Hinterhand und sucht einfach die Nähe.
Er drückt sich richtig an einen und ist so froh, wenn er mal eine kleine Auszeit bekommt. 💔 Er ist nicht mehr gut auf den Beinen, und sucht ein ruhiges, ebenerdiges Plätzchen, wo er noch eine gute Zeit verbringen kann…
Er hat bereits Rettungspaten und wir hoffen so sehr, dass wir endlich ein Plätzchen finden.
http://prodogromania.de/bilder/index.php/Notf-lle/Oldies/MANOLO    

So schön und entspannt wie es manchmal scheint….
…ist es leider nicht immer.
Auch in Baile fragt man sich: Wie kann ein Hund so lange durchhalten?
Sicherlich ist es nicht so stressig und hektisch in Baile.
Sicherlich wird dort nicht jeden Tag ein Hund zerlegt.
Sicherlich ist dort das Verhältnis zwischen betreuenden Menschen und Hunden wesentlich besser als in Bucov.
Aber dennoch bleibt das große Problem:
Hunde, die dort ewig schon sitzen…
Jahrelang im Zwinger.
Brutale Langeweile.
Und das Einsetzen von Verhaltensauffälligkeiten, was bei so einer Haltungsform leider immer geschehen kann.
Hunde sind in der Regel soziale Wesen, die Anschluss und Aufmerksamkeit brauchen.
Die begleiten und Teil sein wollen…
Und wenn ich dann die großen Jungs sehe, die ich schon 5 mal dort getroffen haben, frage ich mich:
Wie geht euer Weg weiter?
Wer wird euch adoptieren?
 
Große Rüden…Ein großes Problem, denn sie werden sehr viel weniger gut vermittelt.
Warum … ? Das wissen wir nicht wirklich, denn viele sind wirklich total entspannt, gut umgänglich und einfach nur froh, wenn endlich jemand bei ihnen ist…
Aber wir können sie quasi mittlerweile stapeln vor Ort. 🙁
Und so viele warten teilweise schon bis zu 3 Jahren dort…
 
 
Zwischendurch wird es manchmal ganz leise im Tierheim, gerade wenn alle gefressen und die Hunde Siesta machen. Alle genießen die warme Frühlingssonne und machen ein Nickerchen draußen. Die Vögel zwitschern und langsam wird alles grün.. Der Winter ist vorbei, die schlimmste Jahreszeit haben viele Hunde wieder gut geschafft…
 

Wieder bei Freunden.

Wir sind wieder eine Woche vor Ort in dem privat geführten Tierheim in Baile Herculane, mitten in den Karpaten und nehmen euch gerne mit auf unsere Reise. Jeden Abend gibt es einen kleinen Tagesbericht, der zusammenfasst, was wir so erlebt haben. 

Heute Mittag war es soweit und wir konnten endlich wieder ins Tierheim nach Baile… Seit 5 Jahren sind wir nun schon vor Ort und immer wenn man dorthin kommt, kommt man nicht in der Fremde an, sondern bei Freunden. Die Familie rund um Mishu kennen wir nun schon eine gefühlte Ewigkeit, haben viele Höhe und Tiefen gemeinsam erlebt, und haben aus einem Schweinestall ein Tierheim zusammen entstehen lassen. 

Nach einer leckeren vegetarischen Suppe machen wir eine großen Rundgang mit Mishu durch das Shelter.  Wie immer: Viele neue Gesichter, aber auch viele bekannte Hunde, bei denen einen immer das Herz schwer wird…

MEADY – immer noch vor Ort:
FLECKY – zwei Jahre schon in Baile.
SOCKE – 2,5 Jahre im Shelter. 🙁

Dadurch, dass wir auch immer wieder Tiere ins Tierheim bekommen, wo von vorne herein klar wird, dass sie nicht zeitnah vermittelt werden können, und diese auch teilweise eher unverträglich mit anderen Hunden sind, brauchten wir dringend eine Lösung, auch diese Hunde soweit wie es geht gut unterzubringen. Aktuell sind unsere Einzelsitzer in sehr engen Kennels untergebracht, was langfristig nicht tragbar ist. Es entstehen hier nun vier große Kennels, die dann direkt an den Rennauslauf grenzen, der im nächsten Arbeitsgang entstehen wird. So hat man die Möglichkeit, dass gerade die Hunde, die voraussichtlich lange im Tierheim sein werden, möglichst viel Auslauf haben und nicht tagein tagaus im Zwinger stehen… Hier seht ihr die Plattform, die die Grundlage für die Zwinger darstellt, ein Dach wird wie ein Rondell angebracht. 

Die meisten Hunde im Tierheim sind aber super verträglich und werden nur in Gruppen gehalten. Wir werden nun alle neuen Hunde kennenlernen, neue Fotos anfertigen und Stück für Stück wieder die Galerie updaten. Eine Arbeit, die man monatlich machen könnte…

Opa RUSTY ist ein toller Kerl, souverän, geduldig, verschmust.
Shar Pei Hündin LIELO ist neu im Shelter, sie leidet aktuell sehr, steht immer weinend am Zaun….
Danke an unsere freiwilligen Helfer, die jeden Tag alles geben. Vor allem die kleinen Welpen sind super versorgungsintensiv.
Ein neues Gesicht – auch dieser freundliche Rüde kommt bald in die Galerie.
Mishu und Lindi…
Pieth – auch neu bei uns. Er wurde direkt erst mal kastriert, damit er die Mädels in Frieden lässt.

Benno macht uns aktuell große Sorgen. Er hat eine Augenerkrankung, die leider nicht aufzuhalten ist und die aktuelle Diagnose lautet, dass er mit der Zeit erblinden wird. Wir suchen natürlich nun händeringend einen Platz, damit er zeitnah ausreisen und sein neues Plätzchen noch sehend kennenlernen kann…

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane/R-den/R-den-ab-1-Jahr/benno

Benno genießt jeder Streicheleinheit.

Abends legt sich immer eine wunderbare Ruhe über das Shelter und die Hunde gehen langsam alle in ihre Hütten. Die Nächte sind hier noch recht kalt, um die 4 Grad, tagsüber wird es aber schon deutlich wärmer und die Hunde können wieder richtig Sonne tanken.

Morgen gehts direkt im Laufschritt weiter, wir haben heute mit Mishu einige Änderungen im Vetgebäude besprochen und werden morgen damit starten. 

Warum muss ich eine Schutzgebühr zahlen?

Immer wieder werden wir gefragt, warum es notwendig ist, dass eine Schutzgebühr von mehreren hunderte Euro gezahlt werden muss, wenn die Hunde doch so in Not sind und dringend Plätze gesucht werden. Wir fassen einmal zusammen:

Zuerst einmal müssen wir klar sagen: Mit der Schutzgebühr verdienen wir kein Geld, werden nicht reicht oder fahren davon in den Urlaub. Unser Verein wird zu 100% ehrenamtlich organisiert. Jeder Euro, der gespendet wird, fließt 1:1 an die Hunde. 

Die Schutzgebühr dient auch dazu, dass die Anschaffung eines Hundes nicht über Nacht geschieht ( dies machen auch Vorkontrolle, Vorgespräche usw. gar nicht möglich), sondern dass man sich darüber bewusst ist, dass ein Hund laufende Kosten verursacht, die vom Halter gezahlt werden müssen. Steuer, Versicherung und Tierarztkosten sind einfach Punkte, die jeder Hundehalter zuverlässig übernehmen muss. Ist der Hund einmal krank, sammelt sich schnell einiges an. Nur wenn jemand auch finanziell in der Lage ist, eine Schutzgebühr zu zahlen, haben wir zumindest eine einigermaßen reelle Sicherheit, dass auch die folgenden Kosten gezahlt werden können. Natürlich kann immer etwas passieren oder die Lebenssituation sich so ändern, dass die Kosten nicht mehr getragen werden können, davor ist niemand sicher.  

Von der Schutzgebühr werden natürlich aber auch alle anfallenden Kosten finanziert, die der Hund während der Zeit im Tierheim / Auffangstation verursacht hat. Hier können wir folgende Dinge aufzählen:

  • Impfung/en
  • Wurmkur/en
  • Floh-/Zeckenmittel
  • Microchip inklusive Implantierung
  • EU-Heimtierausweis
  • Kastration
  • Bluttests
  • Transportkosten
  • Futter
  • unter Umständen auch Unterbringungskosten

Teilweise sind die Hunde schon länger bei uns, waren erkrankt und mussten kostspielig behandelt werden. All das sammelt sich an und muss von uns finanziert werden. In der Zusammenfassung erkennt man schnell, dass die Schutzgebühr teilweise gar nicht das abdeckt, was an wirklich Kosten entstanden ist. Ebenso ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass für chronisch kranke Tiere oder sehr alte Hunde nicht die volle Schutzgebühr anfällt. Uns ist klar, dass solche Tiere voraussichtlich hohe Folgekosten mitbringen werden und der Halter diese dann natürlich auch tragen muss. 

Ebenso soll die Schutzgebühr den Hund davor schützen, dass er von Menschen übernommen wird, die den Hund ggf. sogar weiterverkaufen. Natürlich ist dies auch vertraglich verboten, aber man schaut den Menschen leider auch nur vor den Kopf…

Die Schutzgebühr ist also eine Mischung aus mehreren Dingen und sie ist Teil eines Konzepts, was dafür sorgt, dass wir unsere Hunde in fachgemäße und zuverlässige Hände weitervermitteln, wo sie glücklich und zufrieden leben können. 

11 Stunden Bucov…

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Gestern Abend spät haben wir erfahren, dass heute morgen wieder freilaufenden Hunde eingefangen werden sollten, auch mit Narkospfeilen, wenn diese sich nicht fangen lassen würde. Von diesen Säuberungsaktionen haben wir schon öfters gehört. Begründung liegt immer darauf, dass Besuher sich gestört fühlen durch die vielen Hunde im Hof und dass auch andere Hunde in ihren Zwingern durchdrehen, wenn so viele Hunde frei an ihren Zwingern vorbei spazieren. Begründung 2 kann ich nachvollziehen, es steppt wirklich der Bär, wenn freie Hunde an den Zwingern vorbei rennen, wenn sie fröhlich im Hof spielen und die Hunde in den vetkennels quasi gestapelt stehen..Aber man könnte das alles ein wenig humaner  gestalten und nicht durch solche Aktion Gefahr laufen, dass wir noch mehr gelähmte Hunde mit Langezeitschäden haben, die mühsam wieder gepäppelt werden müssen.  Mihaela bat uns, dass wir früh ins shelter fahren, denn wenn wir da seien, würden sie so etwas nicht vor unseren Augen machen.  Wenn man „früh“ nach Stefans Zeitgefühl definiert, ist das 6:30 Uhr….Stefan und ich haben uns also geeinigt, dass wir dann los starten, um vor den Hundefängern im shelter sind… Als ich losfuhr, um Stefan einzusammeln, stand die gesamte Truppe, inclussive Bautrupp unten vor der Pension…Was für ein Zuspruch, was für eine Hilfe. Ohne Frühstück, ohne Kaffee, bei -3 Grad….
Wir fuhren gemeinsam los und wartetet in unseren Autos in Bucov, was nun so passieren würde. Ab 7:10 Uhr kamen die ersten Hundefänger und Mitarbeiter ins Shelter. Verwundert waren sie schon, dass wir vor ihnen dort waren… Was genau hinter den Kulissen besprochen wurde, wussten wir nicht, Mihaela versuchte aber in der Zwischenzeit nochmal Direktor Sandu zu erreichen, damit er auch diese völlig fehlgerichtete Aktion unterbinden würde. Wir warteten bis 7:45Uhr und als alles völlig ruhig blieb, ging es auch mit unserem Tagesgeschäft weiter… Teilweise ist es wirklich schwierig, die Logik nachvollziehen zu können, mit der hier gearbeitet wird. Es ist nicht immer greifbar und verständlich, die Erklärungen von der rumänischen Seite sind wirklich nicht immer glaubhaft, gerade was diese Einfangaktionen angeht. Sie könnten viel mehr doch mit Mihaela und Aniela sprechen, sie kennen die Hunde und können helfen, diese in den Zwingern unterzubringen…

Wir sind heute nahezu fertig mit dem Erfassen geworden. Zwei, drei Kennels fehlen noch, die Nici und Anni morgen fertigstellen werden, denn ich bin morgen damit beschäftigt, den Transport fertig zu machen, alle Hunde einzuladen, um danach dann zum Flughafen zu eilen, denn meine Bucov Reise geht morgen zu Ende. Viel zu schnell ist auch diese super aktive Woche vorbei, die Tage gingen rasend schnell um.  Ich merke aber, genauso wie das gesamte Team, dass die Kräfte schwinden, dass man dünnhäutiger wird, und einfach pro Tag weniger Power hat. Heute war ich 11 Stunden in Bucov, das schlaucht. Die Lautstärke, die Schicksale an jeder Ecke, die täglich neuen Schwierigkeiten… Ich bin auch vom Kopf her wirklich müde. 

Ein neues Gesicht für unsere Galerie.
Welpen, Welpen, Welpen…

Auch der Bautrupp kommt super voran. Rene hat heute das erste Dach komplett mit Blech verschraubt, so dass das Dach nun fertig ist. 

Die Mädels haben heute weitere hunderte Kilos an Kies und Sand bewegt…

Stefan hat mit MIhaela zusammen Hauthunde ausgesucht, die den Winter in Bucov nicht packen würden. Er hat sie heute nach Bukarest in die Klinik gebracht, mit der wir seit dem Frühjahr zusammen arbeiten, wo unsere Hauthunde gebadet und verpflegt werden.

Der kleine Anbau für die Tierärzte nimmt auch langsam Gestalt an, Fenster und Türen kommen im Laufe der nächsten Woche.

Die Männer haben heute mit dem Bau eines weiteren Daches in einer ganz anderen Ecke des shelters angefangen, auch dort ist es wirklich fies nass und viele kleine Hunde sitzen dort, völlig ohne Schutz von oben, nur die Hundehütte haben sie.

Jeder Handgriff sitzt und es ist der Wahnsinn, wie schnell die Männer voran kommen. Natürlich schauen sie auch nach den Hunden, und verteilen liebe Worte und Schmuserunden.

Wir haben schon so tollen Kies!
Bautmaterialien – gekauft von euren Spenden!

Morgen gehts auch wieder früh los, die gepackten Koffer stehen dann schon mit im Auto. Ich werden dann beruhigt zum Flughafen fahren, wenn alle Hunde im Transporter sitzen und durch die Nacht in ein besseres Leben fahren dürfen!

Ich bedanke mich jetzt schon für eure tolle Anteilnahme, für euer Mitfiebern und Mitfühlen, für eure Hilfe und eure Spenden…

Danke sage ich aber auch, an das unfassbar gute Team, was hier ist…
Danke an euch Männer vom Bautrupp, was ihr hier wegkloppt, ist der Wahnsinn!!
Danke an die Zockerladies…Ich weiß nicht, wie ich euch danken soll!
Danke Esther, dass du so Gas gibst, dass du so viel siehst, und nicht die Übersicht verlierst. Danke an Anke, Peggy, Trisha und Birgit, fürs tonnenweise Kiesfahren und Platten schleppen!! Danke Christina für die penible Reinigung der Hundehäuser und für die Strohverteilung. Danke Bettina, für die riesen Hilfe beim Hunde erfassen…ich sagte es dir schon: Du bist aktuell mein Gehirn hier!!
Danke an Selmar, du machst das großartig mit dem Hundelocken, ich kann dir jeden Hund auf den Arm drücken und es wird ein top Bild…Danke an Nici und Anni, dass ihr euch so selbstständig durch die Galerie und die Zwinger wühlt und die ganzen neuen Schätze ausgrabt!
Danke an Melanie, du hast mir so gut geholfen, bei jedem Schritt! Und danke an Stefan, ich weiß nicht, wo du diese unendliche Energie hernimmst, ich sehe dich nur rennen und koordinieren. Danke, dass du für die Notfellchen da bist und nie den Überblick verlierst, wenn ich schon lange keine klare Sicht mehr habe…
Selten hatten wir so ein top Team vor Ort! Jederzeit bin ich gerne wieder mit euch in Bucov, wir haben eine ganze Menge geschafft! 

Alte Sorgen, neue Ziele…

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Heute morgen wurden wir super freundlich von einem sehr zutraulichen Kerlchen begrüßt. Wir haben in DJENGIS genannt und er ist nun auch schon in unserer Galerie zu finden…

Wie gewohnt teilten wir uns wieder auf und Selma, Bettina und ich starteten mit der Erfassung in zwei Kennels, die wir uns gestern schon vorgenommen hatten, es aber zeitlich einfach nicht passte. Im schönsten Sonnenlicht und bei frischen 4 Grad konnten wir wunderbare Bilder machen.

Auch die Hunde genießen nach kalten Nächten immer besonders die Morgensonne. Sie sitzen alle gemeinsam draußen vor den Hütten und tanken Wärmer.

Sobald man sich zu ihnen setzt, kommen sie in Scharen und Selma war zwischenzeitlich total belagert. 🙂 Da sieht man, wie sehr sich diese Hunde alle nach Zuneigung und Kontakt sehnen. Sofort war der Schoß besetzt und wer keinen Platz dort fand, kuschelte sich an den Rücken…

Notfall MILANO haben wir getroffen. Er ist völlig dürr und war sehr müde…So wie ich eben erfahren habe, haben wir für den tollen Kerl bereits eine Pflegestelle gefunden, so dass er bald ausreisen kann. Den Winter muss er dort nicht mehr verbringen. Was für ein Glück!

Natürlich waren unsere Tierärzte heute wieder vor Ort. Irina kümmert sich ganz rührend um den alten Rotti Opa, den wir heute in die Sonne stellen, wo er ganz brav seine Infusion über sich ergehen ließ…

Dieser alte Rüde wird von Catalina jeden Tag versorgt, sie bringt ihm Nassfutter mit und schaut, dass er in die Sonne kann… Ich bin immer wieder berührt davon, wie liebevoll die beiden auch schwierige Hunde hantieren, mit wie viel Ruhe und Respekt sie mit den Tieren umgehen. Ich bewundere diese beiden Frauen wirklich sehr…

Heute stand bei uns ebenfalls auf dem Plan, die Ausreise der Hunde vorzubereiten. Dazu muss jeder nochmal gecheckt werden, alle bekommen etwas gegen die Parasiten und das Blut wird abgenommen. 

Selma wartet mit Omi MIKALA in der Sonne…Die alte Omi haben wir sicher im Container verstaut, sie muss nicht mehr im Kennel sitzen..

Dank eurer Spenden konnten wir heute Material besorgen, noch mehr Holz und auch Kies und Sand, damit wir weitere Zwinger trockenlegen können…Wir haben so geniales Wetter und können so super arbeiten!

Die Metallbleche für die Dächer sind heute auch angekommen… Rene hat schon viele verschraubt. 

Beide Holzkonstruktionen stehen, das Dach wird nun fertig gestellt und dann wir ein weiteres Dach an einer anderen Stelle im Shelter errichtet. 

Heute wurden weitere Hütten gereinigt und die Mädels haben wieder Massen an Stroh verteilt. 

Wir hatten noch einen Notfall gefunden, ein ganz dünner Rüde, der nur noch in der Ecke auf dem eisigen Boden lag. Ihn brachten wir in die Vetkennels zu Tierärztin Irina, die ihn sofort versorgte…

Als alle noch fleißig bauten und schleppten, haben Stefan und ich uns gegen 15 Uhr mit Mihaela nach Bacoi aufgemacht. Neben Campina gibt es auch noch eine weitere tötung in Bacoi, 30km von Ploiesti entfernt. Wie ihr wisst, haben wir erst letztens über 80 Hunde von dort wieder aufgenommen, weil sie dort getötet worden wären… Viele dieser Hunde habe ich schon in Bucov getroffen, sie sind alle wunderbar und haben es verdient, dass sie leben dürfen! Bacoi ist seitdem nun leer und die Zuständigkeiten der Hundefänger haben sich wie folgt geändert. Die Hunde, die in Bacoi auf der Straße sind, werden nun auch von Hundefängern aus Bucov eingesammelt und zentral nach Bucov gebracht…zu uns, in unsere Betreuung. Bacoi ist nun in der Schwebe. Mihaela hat in mehrfachen Gesprächen mit dem Bürgermeister erzielt, dass dieser nun bereit ist,  die Tötungsstation an eine Tierschutzorganisation ( NGO) zu übergeben. Die ist nicht der Regelfall und auch Mihaela war sehr positiv überrascht davon… Sie erzählte die Tage davon und da ich Bacoi noch nie besucht hatte, sind Stefan und ich heute mit MIhaela dort hingefahren, an einen Ort, an dem schon so viele Hundeleben ausgelöscht wurden… Es herrschte eine gespenstische Ruhe und ein eisiger Wind fegte durch die Zwinger…

Leere Zwinger, kaputte Hütten…

Für mich fühlte es sich wirklich gruselig an…Wir schritten ohne viele Worte durch die lange Reihe. Links sind 27 Kennels angeordnet, rechts davon sind 3 große Ausläufe, wo die meisten Hunde einfach eingepackt wurden. Viele haben sich gegenseitig so gemobbt, dass sie an ihren Verletzungen gestorben sind. 

Ein betonierten Kennels sind von der Infrastruktur sehr gut, die Zäune sind stabil, die Türen schließen. 

Zwei Container, der eine war als Tierarztraum gedacht, wurde aber nie genutzt…
Unterirdische Tanks, in denen Kot und Urin gesammelt werden kann.

Mihaela kann das Gelände nutzen, kann alleine entscheiden, welche Hunde dort leben können. Die Straßenhunde aus Bacoi werden so oder so nach Bucov gebracht, daran können wir nicht viel ändern. Bucov ist nun in weiten Zügen stabil, dort herrscht eine Struktur, wie man mit neuankommenden Hunden verfährt. Es wird kastriert, es gibt Tierärzte, regelmäßige Transporte gehen von dort aus los. Es ist ein Sprungbrett für so viele Hunde geworden, aus Bucov, Campina und Bacoi… 

Wir werden nun gemeinsam und in Ruhe mit MIhaela überlegen, was wir mit diesem Angebot des Bürgermeisters dort machen. Wofür kann man diesen Ort nutzen? Kann man daraus etwas langfristig gutes machen? Was kann wie finanziert werden? Schnellschüsse sind völlig deplatziert, denn das würde im Chaos und in der Unkalkulierbarkeit enden… Viele Ideen haben wir schon, viele Chancen sehen wir auch…  So schwer der Gang dorthin war, so dunkel die Bilder in meinem Kopf waren, als ich dort stand… Als wir wieder im Auto saßen und wegfuhren, überwiegte das Gute. Die Tötung Bacoi muss nicht mehr existieren, es kann neue Wege geben. Natürlich lastet auf Bucov jetzt noch eine größere Aufgabe, aber wir ziehen dort gerade so gut voran, dass wir auch für die Hunde, die nun aus Bacoi kommen werden, Lösungen und Chancen finden werden… Neue Wege, neue Herausforderungen. Mit einem stabilen Team kann auch das gemeistert werden…Wir werden sehen…

Morgen gehts nochmal richtig rund und jetzt gehen wir erst mal den Geburtstag von Mihaela feiern, eine Frau, die niemals aufgibt und für mich der Inbegriff des Spruchs „Steter Tropfen höhlt den Stein..“ ist. 

Bis morgen!
Anna