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11 Stunden Bucov…

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Gestern Abend spät haben wir erfahren, dass heute morgen wieder freilaufenden Hunde eingefangen werden sollten, auch mit Narkospfeilen, wenn diese sich nicht fangen lassen würde. Von diesen Säuberungsaktionen haben wir schon öfters gehört. Begründung liegt immer darauf, dass Besuher sich gestört fühlen durch die vielen Hunde im Hof und dass auch andere Hunde in ihren Zwingern durchdrehen, wenn so viele Hunde frei an ihren Zwingern vorbei spazieren. Begründung 2 kann ich nachvollziehen, es steppt wirklich der Bär, wenn freie Hunde an den Zwingern vorbei rennen, wenn sie fröhlich im Hof spielen und die Hunde in den vetkennels quasi gestapelt stehen..Aber man könnte das alles ein wenig humaner  gestalten und nicht durch solche Aktion Gefahr laufen, dass wir noch mehr gelähmte Hunde mit Langezeitschäden haben, die mühsam wieder gepäppelt werden müssen.  Mihaela bat uns, dass wir früh ins shelter fahren, denn wenn wir da seien, würden sie so etwas nicht vor unseren Augen machen.  Wenn man „früh“ nach Stefans Zeitgefühl definiert, ist das 6:30 Uhr….Stefan und ich haben uns also geeinigt, dass wir dann los starten, um vor den Hundefängern im shelter sind… Als ich losfuhr, um Stefan einzusammeln, stand die gesamte Truppe, inclussive Bautrupp unten vor der Pension…Was für ein Zuspruch, was für eine Hilfe. Ohne Frühstück, ohne Kaffee, bei -3 Grad….
Wir fuhren gemeinsam los und wartetet in unseren Autos in Bucov, was nun so passieren würde. Ab 7:10 Uhr kamen die ersten Hundefänger und Mitarbeiter ins Shelter. Verwundert waren sie schon, dass wir vor ihnen dort waren… Was genau hinter den Kulissen besprochen wurde, wussten wir nicht, Mihaela versuchte aber in der Zwischenzeit nochmal Direktor Sandu zu erreichen, damit er auch diese völlig fehlgerichtete Aktion unterbinden würde. Wir warteten bis 7:45Uhr und als alles völlig ruhig blieb, ging es auch mit unserem Tagesgeschäft weiter… Teilweise ist es wirklich schwierig, die Logik nachvollziehen zu können, mit der hier gearbeitet wird. Es ist nicht immer greifbar und verständlich, die Erklärungen von der rumänischen Seite sind wirklich nicht immer glaubhaft, gerade was diese Einfangaktionen angeht. Sie könnten viel mehr doch mit Mihaela und Aniela sprechen, sie kennen die Hunde und können helfen, diese in den Zwingern unterzubringen…

Wir sind heute nahezu fertig mit dem Erfassen geworden. Zwei, drei Kennels fehlen noch, die Nici und Anni morgen fertigstellen werden, denn ich bin morgen damit beschäftigt, den Transport fertig zu machen, alle Hunde einzuladen, um danach dann zum Flughafen zu eilen, denn meine Bucov Reise geht morgen zu Ende. Viel zu schnell ist auch diese super aktive Woche vorbei, die Tage gingen rasend schnell um.  Ich merke aber, genauso wie das gesamte Team, dass die Kräfte schwinden, dass man dünnhäutiger wird, und einfach pro Tag weniger Power hat. Heute war ich 11 Stunden in Bucov, das schlaucht. Die Lautstärke, die Schicksale an jeder Ecke, die täglich neuen Schwierigkeiten… Ich bin auch vom Kopf her wirklich müde. 

Ein neues Gesicht für unsere Galerie.
Welpen, Welpen, Welpen…

Auch der Bautrupp kommt super voran. Rene hat heute das erste Dach komplett mit Blech verschraubt, so dass das Dach nun fertig ist. 

Die Mädels haben heute weitere hunderte Kilos an Kies und Sand bewegt…

Stefan hat mit MIhaela zusammen Hauthunde ausgesucht, die den Winter in Bucov nicht packen würden. Er hat sie heute nach Bukarest in die Klinik gebracht, mit der wir seit dem Frühjahr zusammen arbeiten, wo unsere Hauthunde gebadet und verpflegt werden.

Der kleine Anbau für die Tierärzte nimmt auch langsam Gestalt an, Fenster und Türen kommen im Laufe der nächsten Woche.

Die Männer haben heute mit dem Bau eines weiteren Daches in einer ganz anderen Ecke des shelters angefangen, auch dort ist es wirklich fies nass und viele kleine Hunde sitzen dort, völlig ohne Schutz von oben, nur die Hundehütte haben sie.

Jeder Handgriff sitzt und es ist der Wahnsinn, wie schnell die Männer voran kommen. Natürlich schauen sie auch nach den Hunden, und verteilen liebe Worte und Schmuserunden.

Wir haben schon so tollen Kies!
Bautmaterialien – gekauft von euren Spenden!

Morgen gehts auch wieder früh los, die gepackten Koffer stehen dann schon mit im Auto. Ich werden dann beruhigt zum Flughafen fahren, wenn alle Hunde im Transporter sitzen und durch die Nacht in ein besseres Leben fahren dürfen!

Ich bedanke mich jetzt schon für eure tolle Anteilnahme, für euer Mitfiebern und Mitfühlen, für eure Hilfe und eure Spenden…

Danke sage ich aber auch, an das unfassbar gute Team, was hier ist…
Danke an euch Männer vom Bautrupp, was ihr hier wegkloppt, ist der Wahnsinn!!
Danke an die Zockerladies…Ich weiß nicht, wie ich euch danken soll!
Danke Esther, dass du so Gas gibst, dass du so viel siehst, und nicht die Übersicht verlierst. Danke an Anke, Peggy, Trisha und Birgit, fürs tonnenweise Kiesfahren und Platten schleppen!! Danke Christina für die penible Reinigung der Hundehäuser und für die Strohverteilung. Danke Bettina, für die riesen Hilfe beim Hunde erfassen…ich sagte es dir schon: Du bist aktuell mein Gehirn hier!!
Danke an Selmar, du machst das großartig mit dem Hundelocken, ich kann dir jeden Hund auf den Arm drücken und es wird ein top Bild…Danke an Nici und Anni, dass ihr euch so selbstständig durch die Galerie und die Zwinger wühlt und die ganzen neuen Schätze ausgrabt!
Danke an Melanie, du hast mir so gut geholfen, bei jedem Schritt! Und danke an Stefan, ich weiß nicht, wo du diese unendliche Energie hernimmst, ich sehe dich nur rennen und koordinieren. Danke, dass du für die Notfellchen da bist und nie den Überblick verlierst, wenn ich schon lange keine klare Sicht mehr habe…
Selten hatten wir so ein top Team vor Ort! Jederzeit bin ich gerne wieder mit euch in Bucov, wir haben eine ganze Menge geschafft! 

Alte Sorgen, neue Ziele…

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Heute morgen wurden wir super freundlich von einem sehr zutraulichen Kerlchen begrüßt. Wir haben in DJENGIS genannt und er ist nun auch schon in unserer Galerie zu finden…

Wie gewohnt teilten wir uns wieder auf und Selma, Bettina und ich starteten mit der Erfassung in zwei Kennels, die wir uns gestern schon vorgenommen hatten, es aber zeitlich einfach nicht passte. Im schönsten Sonnenlicht und bei frischen 4 Grad konnten wir wunderbare Bilder machen.

Auch die Hunde genießen nach kalten Nächten immer besonders die Morgensonne. Sie sitzen alle gemeinsam draußen vor den Hütten und tanken Wärmer.

Sobald man sich zu ihnen setzt, kommen sie in Scharen und Selma war zwischenzeitlich total belagert. 🙂 Da sieht man, wie sehr sich diese Hunde alle nach Zuneigung und Kontakt sehnen. Sofort war der Schoß besetzt und wer keinen Platz dort fand, kuschelte sich an den Rücken…

Notfall MILANO haben wir getroffen. Er ist völlig dürr und war sehr müde…So wie ich eben erfahren habe, haben wir für den tollen Kerl bereits eine Pflegestelle gefunden, so dass er bald ausreisen kann. Den Winter muss er dort nicht mehr verbringen. Was für ein Glück!

Natürlich waren unsere Tierärzte heute wieder vor Ort. Irina kümmert sich ganz rührend um den alten Rotti Opa, den wir heute in die Sonne stellen, wo er ganz brav seine Infusion über sich ergehen ließ…

Dieser alte Rüde wird von Catalina jeden Tag versorgt, sie bringt ihm Nassfutter mit und schaut, dass er in die Sonne kann… Ich bin immer wieder berührt davon, wie liebevoll die beiden auch schwierige Hunde hantieren, mit wie viel Ruhe und Respekt sie mit den Tieren umgehen. Ich bewundere diese beiden Frauen wirklich sehr…

Heute stand bei uns ebenfalls auf dem Plan, die Ausreise der Hunde vorzubereiten. Dazu muss jeder nochmal gecheckt werden, alle bekommen etwas gegen die Parasiten und das Blut wird abgenommen. 

Selma wartet mit Omi MIKALA in der Sonne…Die alte Omi haben wir sicher im Container verstaut, sie muss nicht mehr im Kennel sitzen..

Dank eurer Spenden konnten wir heute Material besorgen, noch mehr Holz und auch Kies und Sand, damit wir weitere Zwinger trockenlegen können…Wir haben so geniales Wetter und können so super arbeiten!

Die Metallbleche für die Dächer sind heute auch angekommen… Rene hat schon viele verschraubt. 

Beide Holzkonstruktionen stehen, das Dach wird nun fertig gestellt und dann wir ein weiteres Dach an einer anderen Stelle im Shelter errichtet. 

Heute wurden weitere Hütten gereinigt und die Mädels haben wieder Massen an Stroh verteilt. 

Wir hatten noch einen Notfall gefunden, ein ganz dünner Rüde, der nur noch in der Ecke auf dem eisigen Boden lag. Ihn brachten wir in die Vetkennels zu Tierärztin Irina, die ihn sofort versorgte…

Als alle noch fleißig bauten und schleppten, haben Stefan und ich uns gegen 15 Uhr mit Mihaela nach Bacoi aufgemacht. Neben Campina gibt es auch noch eine weitere tötung in Bacoi, 30km von Ploiesti entfernt. Wie ihr wisst, haben wir erst letztens über 80 Hunde von dort wieder aufgenommen, weil sie dort getötet worden wären… Viele dieser Hunde habe ich schon in Bucov getroffen, sie sind alle wunderbar und haben es verdient, dass sie leben dürfen! Bacoi ist seitdem nun leer und die Zuständigkeiten der Hundefänger haben sich wie folgt geändert. Die Hunde, die in Bacoi auf der Straße sind, werden nun auch von Hundefängern aus Bucov eingesammelt und zentral nach Bucov gebracht…zu uns, in unsere Betreuung. Bacoi ist nun in der Schwebe. Mihaela hat in mehrfachen Gesprächen mit dem Bürgermeister erzielt, dass dieser nun bereit ist,  die Tötungsstation an eine Tierschutzorganisation ( NGO) zu übergeben. Die ist nicht der Regelfall und auch Mihaela war sehr positiv überrascht davon… Sie erzählte die Tage davon und da ich Bacoi noch nie besucht hatte, sind Stefan und ich heute mit MIhaela dort hingefahren, an einen Ort, an dem schon so viele Hundeleben ausgelöscht wurden… Es herrschte eine gespenstische Ruhe und ein eisiger Wind fegte durch die Zwinger…

Leere Zwinger, kaputte Hütten…

Für mich fühlte es sich wirklich gruselig an…Wir schritten ohne viele Worte durch die lange Reihe. Links sind 27 Kennels angeordnet, rechts davon sind 3 große Ausläufe, wo die meisten Hunde einfach eingepackt wurden. Viele haben sich gegenseitig so gemobbt, dass sie an ihren Verletzungen gestorben sind. 

Ein betonierten Kennels sind von der Infrastruktur sehr gut, die Zäune sind stabil, die Türen schließen. 

Zwei Container, der eine war als Tierarztraum gedacht, wurde aber nie genutzt…
Unterirdische Tanks, in denen Kot und Urin gesammelt werden kann.

Mihaela kann das Gelände nutzen, kann alleine entscheiden, welche Hunde dort leben können. Die Straßenhunde aus Bacoi werden so oder so nach Bucov gebracht, daran können wir nicht viel ändern. Bucov ist nun in weiten Zügen stabil, dort herrscht eine Struktur, wie man mit neuankommenden Hunden verfährt. Es wird kastriert, es gibt Tierärzte, regelmäßige Transporte gehen von dort aus los. Es ist ein Sprungbrett für so viele Hunde geworden, aus Bucov, Campina und Bacoi… 

Wir werden nun gemeinsam und in Ruhe mit MIhaela überlegen, was wir mit diesem Angebot des Bürgermeisters dort machen. Wofür kann man diesen Ort nutzen? Kann man daraus etwas langfristig gutes machen? Was kann wie finanziert werden? Schnellschüsse sind völlig deplatziert, denn das würde im Chaos und in der Unkalkulierbarkeit enden… Viele Ideen haben wir schon, viele Chancen sehen wir auch…  So schwer der Gang dorthin war, so dunkel die Bilder in meinem Kopf waren, als ich dort stand… Als wir wieder im Auto saßen und wegfuhren, überwiegte das Gute. Die Tötung Bacoi muss nicht mehr existieren, es kann neue Wege geben. Natürlich lastet auf Bucov jetzt noch eine größere Aufgabe, aber wir ziehen dort gerade so gut voran, dass wir auch für die Hunde, die nun aus Bacoi kommen werden, Lösungen und Chancen finden werden… Neue Wege, neue Herausforderungen. Mit einem stabilen Team kann auch das gemeistert werden…Wir werden sehen…

Morgen gehts nochmal richtig rund und jetzt gehen wir erst mal den Geburtstag von Mihaela feiern, eine Frau, die niemals aufgibt und für mich der Inbegriff des Spruchs „Steter Tropfen höhlt den Stein..“ ist. 

Bis morgen!
Anna 

 

Schufterei, die sich einfach nur lohnt!

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Heute können wir uns kurz fassen. Wir haben den ganzen Tag geackert! Kies geschleppt, Platten verteilt, Holz verbaut, Baum gefällt, gefüttert, fotografiert, neue Hunde kennengelernt. 

Schmusen – dafür muss immer Zeit sein!
Die erste Ladung Stroh kam heute, wir haben sie komplett verteilt.
Birgit und Peggy verteilen das Stroh in die Hütten.
Bettina erfasst die Hunde und notiert alle wichtigen Daten.
Stroh ist drin, Kies ist erneuert…
So langsam ist das Dach gut erkennbar.
Am Abend stand dann auch schon der Rahmen des zweiten Daches.
Die „Bauaufsicht“ – ein total toller Rüde!
Peggy und Birgit sind nicht zu stoppen. Eine Kiesladung nach der anderen wird in die Zwinger verteilt.
Tiptop, alles trocken und trittfest.
Melly verabschiedet sich von den Hunden, die ihr in der kurzen Zeit so ans Herz gewachsen sind. Sie ist heute schon wieder zurückgeflogen.
Die freilaufenden Hunde haben wir heute auch erfasst…

Wir sind mit der Erfassung sehr gut voran gekommen, wir sind zuversichtlich, dass wir zeitnah fertig werden und dann noch richtig beim Kies schaufeln und Stroh verteilen helfen können. 

Morgen werden die ersten Hunde für den geplanten Transport vorbereitet, eine wunderbare Aufgabe, die einem emotionalen Aufwind verleiht. 

Ich möchte mich heute bei allen bedanken, die so unfassbar hart gearbeitet haben. Es wurde jede Minute genutzt, das Wetter ist voll auf unserer Seite…Wir sind ein gutes Team und werden in den kommenden Tagen noch richtig was schaffen können! Die Männer haben nochmal grob überschlagen und wenn wir richtig Gas geben, können wir noch mehr bauen, als wir dachten. Wir brauchen dazu aber natürlich noch mehr Material, was bezahlt werden muss…Daher sind wir dankbar für jede kleine Spende, die direkt in das Bauprojekt diese Woche fließen wird…. Alle Spendenmöglichkeiten findet ihr hier:

http://prodogromania.de/spendenformular/ 

Wir sagen DANKE….Den Hunden geht es so viel besser, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben!

Müde nach der Strohparty…

 

 

PingPong und echte Arbeitskraft

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Seit gestern Abend sind wir alle komplett. Bautrupp, Zockerladies, freiwillige Helfer – unglaubliche toll und unglaublich effektiv, wenn man plant und allen klar ist, was wer tut. Das haben wir getan, danke an Stefan für die gute Unterstützung bei der Orga! Heute morgen bei strahlender Sonne und kalter Luft brachen wir um Punkt 7:20 Uhr ( Alfons hat das Zeitmanagement komplett in der Hand…  😀 ), fuhren wir los, gingen noch schnell einkaufen  und brachen dann Richtung Bucov auf. Umgezogen, ab in die Stiefel, Proviant eingelagert. Auch heute habe ich einen Rundgang mit den Menschen gemacht, die Bucov das erste Mal begegnet sind. Das ist für mich ser wichtig, damit alle wissen, was dort Sache ist, aber auch, damit wir über viele Dinge noch mal reden können, wir fragen klären und ein auch darüber sprechen, wie man sich in verschiedenen Situationen verhält. Man sollte nicht alleine in einem Kennel sein, da immer mal etwas passieren kann und man dann da steht. Es ist laut im Shelter, es ist eine riesen Fläche, Hilferufe oder ähnliches gehen völlig unter. Auch müssen Türen wieder richtig verschlossen werden, auch Drähte müssen wieder zur Sicherung eingehängt werden…

Die Zockerladies sind vereint in Bucov!

Nach dem Rundgang teilten wir uns auf und dann ging es Schlag auf Schlag. Zwei große LKWs kamen mit Kies und Sand, was an zwei Stellen im shelter verteilt wurde.  ebenso wurde wenig später das Holz geliefert, um weitere Dachkonstruktionen zu bauen. 

Das Holz kommt…
Kies und Sand…wichtig gegen vermatschte Zwinger.
Auch die vertraute Werkzeugkiste ist wieder dabei.
Das Holz wird abgeladen.

Die Männer fingen sofort an zu bauen, Zeit ist knapp, jede Stunde zählt!

Wenige Stunden später steht das erste Holzgerüst.

Anke und Trisha gingen mit Shelter Plan umher und verschafften sich eine Übersicht, wo Hütten fehlten, wo dringend Kies gebraucht wird und wo dringend Reparatur Arbeiten geleistet werden mussten. 

Esther und Christina fuhren Schubkarre um Schubkarre, verteilten den ersten Kies und Sand, da wo es ganz dringend nötig war…

 

Peggy und Birgit fingen an, Hütten von innen und außen zu reinigen. 

Selma, Nici, Anni, Bettina, Melanie und ich haben uns wieder in zwei Teams ans Hundeerfassen gemacht. Heute haben wir u.a. diese tollen Hunde gefunden:

Zwischendurch lief ich immer mal wieder rum, schaute, dass es bei allen lief… Es war so tolles Wetter, so viele Menschen waren fleißig, die Hunde lagen zwischen uns und gaben eine tolle Bauaufsicht ab. Frieden in Bucov. Genau in dem Moment, als mir das durch den Kopf ging, hörte ich die Schreie eines Hundes, die nicht gut sind. Es sind Schreie, die durch Mark und Bein gehen, die in mir allerhöchsten Alarm auslösen. Ich konnte einen Kennel ausmachen, wo gerade richtig Tumult war. Ein kleinerer Hund wurde durch die Luft geschleudert, stand immer wieder auf und wurde vehement von der Gruppe attackiert…Ich rannte los, kam zu spät. Was ich sah, blockierte mich kurzzeitig. Durch die schweren Bissverletzungen im Bauch war der Darm des Hundes bereits herausgefallen und lag auf dem Boden, der Hund raffte sich mit letzter Mühe hoch und verschwand in einer Hütte. Ich rannte sofort weiter, informierte Irina, die sofort das erste Hilfe Set präparierte und zwei Arbeiter mit Hundekarre und leider auch Fangschlinge kamen mit mir mit. Der Hund hatte wahnsinnige Schmerzen, war komplett gestresst, konnte unmöglich mit den Händen aus der Hütte geholt werden. Die Schlinge musste zum Einsatz kommen. Der schwerverletzte Hund konnte direkt in den Hundetransportwagen gelegt werden, und wir fuhren zum Vetgebäude, wo Irina schon stand. Sie injizierte sofort Schmerzmittel und rief ihren Mann an, Catalin Popescu, der eine Praxis in der Stadt hat. Die Hündin wurde sofort von Anielas Fahrer dorthin gebracht und sie wurde notoperiert. Irina teilte mir mit, dass gute Chancen bestehen, wenn eine Infektion des Bauchraums verhindert werden könnte…Ich habe eben von Catalin die Info bekommen, dass sie die OP überstanden hat und sogar schon ein wenig fressen konnte…

Als ich das Blut von meinen Stiefeln gerade abgespritzt hatte, und wieder zu Bettina und Melanie zum Erfassen gehen wollte, sah ich, dass die Arbeiter einen ganz alten Rottweiler auch zu Irina brachten. Er war klapperdürr, hatte eine Bissverletzung am Oberschenkel und war apathisch. Irina erkannte ihn sofort. Er war ein Rottweiler, der von seinem Besitzer im Shelter abgegeben wurde, weil er ihm zu alt war. Irina impfte ihn und brachten ihn in einen Zwinger, von dem sie ausging, dass er ein netter Zwinger war, wo niemand diesen alten Kerl attackieren würde… Das war leider falsch, denn er hatte dort keine Chance. Irina war sehr berührt, fühlte sich schuldig…Sie gab ihm sofort eine Infusion und sorgte dafür, dass er ins Vethouse gelegt wurde, in einen Korb mit einer Decke…Nach ein paar Minuten regte er sich, konnte den Kopf heben und man merkte, dass er langsam aus seiner Apathie zurückkam. 

Ich stolperte mehr oder weniger wieder zurück zu Bettina und Melanie, Bettina hatte die ganze Hektik am Rande verfolgt und fragte nur besorgt, ob ich Rescue Bachblüten Tropfen brauchte. 
PingPong…das ist es. In der einen Minute denkst du, dass alles endlich mal gut ist, dass man auf einem gut Weg ist, dass man durchatmen kann. Und dann hat man eine Minute später das komplette Chaos. Bucov ist nicht kalkulierbar…eine Minute so, zwei Minuten später so….

Warum zeige ich solche Bilder? Weil es die Realität ist. Weil das der Alltag ist von den Leuten, die hier jeden Tag stehen. Die das jeden Tag erleben…die nicht sagen: Ok, in 4 Tagen fliege ich wieder zurück, solange packe ich das noch…Und ich zeige euch das auch, damit ihr versteht, wie verdammt wichtig es ist, dass unsere Tierärzte hier sind. Dass wir sie bezahlen können für die Stunden um Stunden die sie hier extrem hart arbeiten. Darum zeige ich euch das. 

Aber auch der Tag ging weiter und es war kein schlechter Tag…Ich bin so stolz auf die Zockerladies, die das hier zum ersten Mal machen. Die echt Bammel hatten, aber sie ziehen hier so wunderbar durch, ackern, schätzen sich selber sehr gut ein und sind einfach froh, dass sie hier etwas verändern können. 

Am Abend bin ich mit Stefan noch rumgegangen und wir haben geschaut, welche Hauthunde in die Klinik müssen.

Stefan sucht nach Hauthunden, die den Winter dort nicht packen würden.

Um 17 Uhr ging die Sonne unter, schnell wurde es richtig kalt und wir packten so langsam unsere Sachen zusammen.

Das Tageswerk des Bautrupps…

Als wir zur Abfahrt bereit waren, wurde als Tagesende noch ein Karton mit 10 (!) Welpen gebracht, die jemand angeblich auf der Straße gefunden hat. Wenn man sich ein kleinwenig auskennt, hat man in 3 min festgestellt, dass diese Welpen gut genährt und satt waren, dass sie alle keinen akuten Hunger hatten und man zählt 1 und 2 zusammen und kapiert, dass da wohl jemand einer Hündin ( Besitzerhündin) die Welpen weggenommen hat…Sie sind circa 4 Wochen alt und ohne Mama natürlich noch völlig planlos… Auch sie mussten wir dann noch behelfsmäßig unterbringen…Auch irgendwie noch geschafft… 

Start in welches Leben?

Als wir dann losgefuhren sind, gab es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Warme Dusche und ein gutes Essen wird wieder ein paar Wunden des Tages heilen…Ich bin echt platt für heute, für mich waren es zu viele Dinge, die ich bisher so noch nicht erlebt und gesehen habe…

Bis morgen!

Anna 

Der Bucov-Realität ins Auge blicken…und nicht aufgeben!

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Gestern regnete es noch so sehr, heute wurden wir mit Sonnenschein begrüßt und wir fuhren alle guter Dinge ins Hundelager. Der zweite Tage ist immer leichter, man weiß, auf was man sich einlässt, kennt schon ein wenig die Arbeitsbedingungen und da wir gestern eigentlich das blödestes Wetter hatten, was man so verdient hat, sollte es heute doch alles viel leichter laufen… Wir teilten uns wieder in unsere Arbeitsgruppen auf und machten weiter mit dem Hundeerfassen, Viele bekannte Gesichter traf ich heute, denn diese Hunde hatte ich alle zuletzt im August gesehen. 

Ich arbeite immer zusammen mit Melanie und Helgrit, wir sind nun nach einem Tag schon ein eingespieltes Team. Helgrit notiert alles, Melanie lockt, hält fest, krabbelt in den Hütten rum und ich mache die Fotos und trage alle Infos zusammen. Das zweite Erfassungsteam ist ebenso aufgestellt. 

Leider haben wir heute auch in einigen Kennels echte Notfälle entdeckt, die wir dort rausgeholt haben und in tierärztliche Obhut brachten.  Eine Hündin fanden wir in einem sehr matschigen Kennel. Sie war am Ende mit ihren Kräften. Sie sitzt nun im warmen Container und ist sofort eingeschlafen, nach dem sie gefressen hatte. Sie ist schon älter, ist super dünn und hat Hautprobleme. 

In zwei Kenneln weiter fanden wir dann dieses kleine Mädchen…
Sie ist nun auch im Container und wird nach Bukarest in die Tierklinik reisen. 

Sie hat so gezittert…
Melanie trägt die kleine Dame, wir taufen sie PRYLLA, in den Container.

Als wir PRYLLA untergebracht hatten und wieder zurück in die Zwinger gingen, kam Nici vom Erfassungsteam 2 zu uns eilig gelaufen. Sie erzählte uns, dass sie in einem Kennel einen ganz ganz jungen Welpen gefunden hatten…Augen noch verschlossen. Er lag unter einer Hundehütte und sie hatten das Gefiepe gehört. Sie haben ihn rausgenommen und separiert im Warmen. Ich schaute mit den Kennel erneut an, wo der Welpe gefunden wurde, er war wenige Stunden alt, die Mutter musste also in diesem Kennel sein, möglicherweise auch weitere Welpen… Es kommt in Bucov immer mal wieder vor, dass eine Hündin nicht kastriert ist und dann ihre Welpen in einer Hütte dort gebärt. Wir versuchen, alles zu kastrieren, was uns in die Finger kommt, aber manchmal klappt auch das einfach nicht… Ich habe alle Hündinnen angeschaut, ich habe ebenfalls nochmal alles abgesucht, ich habe hinter jede Ecke geguckt. Ich fand nichts. Keine Hündin mit Milch, keine Hündin, die im Geburtsvorgang war, keine anderen Welpen…Wir waren ratlos. Der kleine Rüde schrie sich die Seele aus dem Leib, er hatte Hunger…Wir hatten aber aktuell keine säugende Hündin im shelter und so rief ich in meiner Sorge Aniela an, weil wir uns keinen Rat mehr wussten und der kleine Kerl sich zu Tode schrie. Ich hätte niemals gedacht, dass so ein kleines Wesen so laut weinen kann. Hiltrud packte sich ihn auf die warme Haut, wo er langsam ruhiger wurde. Aniela teilte uns mit, dass sie auf dem Rückweg war und gleich wieder in Bucov sein würde. Sie brachte Milch mit….Als der Kleine dann endlich eine warme Mahlzeit bekam, wurde er ruhiger und schlief sofort ein. Aniela hat ihn nun bei sich daheim. 

Klar kann man jetzt wieder sagen: So viel Aufwand für einen von 1800 Hunden…Ja. Stimmt schon. Aber ganz ehrlich: Manchmal braucht man für sich vor Ort so etwas. Manchmal möchte man einfach das Gefühl haben, dass man nicht ganz so machtlos ist, dass man was tun kann, gegen das Elend. Dass man es für einen wenigstens besser machen kann. Und wir alle schlafen heute deutlich besser, wenn wir wissen, dass dieser kleine Typ bei Aniela im Warmen schläft und gefüttert wird…

Auch Tierärztin Catalina hatte heute einen schweren Tag. Sie hat gleich drei Hunde verloren… Und für jeden einzelnen kämpft sie so sehr…Und neben diesem Verlust kam ich ich alle halbe Stunde mit einem anderen Notfall im Arm um die Ecke…Aber sie sagte immer: Ok Anna, we will help him…

Als Catalina mich dann um Hilfe bat, konnte ich endlich ein wenig davon zurückgeben, was sie jeden Tag hier tut. Sie bat mich, für die Pudeldame PERSY einen Platz zu finden. Sie wird immer attackiert und ist nun auch im Container, was sie aber furchtbar unglücklich macht. Ich fragte sofort jemanden an, auf dem man sich in Notsituationen immer verlassen kann, der immer sagt: Ja, schicke sie/ihn bitte mit…Uwe Dilthey von ProVitaAnimale… Und ja: Auch PERSY darf bald schon die Reise nach Essen antreten. Ihr hättet mal Catalinas Strahlen sehen sollen…

PERSY im Container

Der Tag heute war wirklich schwierig, weil man ständig mit neuen Problemen konfrontiert war. Und die Ladies, die gestern noch wirklich guter Dinge waren, merken langsam, dass hier in Bucov nichts gerecht und fair ist, dass es jeden Tag einfach ums Überleben geht…Aber wir dürfen nicht aufgeben. Weiter machen, Lösungen finden, Ruhe walten lassen und überlegen, wie man welchen Schritt am besten plant. 

Der Bautrupp und die Zockerladies sind auch alle gut gelandet, Stefan und Detlef sind heute schon kurz mit mir in Bucov rund gegangen und wir haben ganz grob besprochen, wie der Plan ist für die Woche. Nun gehen wir alle zusammen Abendessen und bereiten uns vor auf eine aktive und produktive Tierschutzwoche…

Ich habe noch eine Bitte an euch…wer noch ein paar Euronen übrig hat, kann uns gerne bei unserer nächsten Kiesbestellung unter die Arme greifen. Wir saufen dort wirklich teilweise knöcheltief ab und wir müssen dringend schauen, dass wir das vor dem Winter trocken kriegen… Alle Spendenmöglichkeiten findet ihr hier

http://prodogromania.de/allgemeine-spende/

Bis morgen und viele Grüße von Anna!

Neue Gäste, Matsch und Einsamkeit.

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Gestern Abend spät haben Aniela und ich 5 Mädels aus Deutschland in Bukarest. Auch sie begleiten den Arbeitseinsatz vom Bautrupp. Nici war schon beim Bautrupp des Tierheim Lingens mit vor Ort, für Anni, Selma, Helgrit und Melanie war es heute „das erste Mal“… Das erste Mal Bucov sehen, erleben, hören und auch riechen. Leider heute bei totalem Dauerregen und tiefer Matsche. Der Regen verzog sich aber über den Mittag zum Glück, aber Bucov machte es den neuen Gästen nicht wirklich einfach heute…

Ein gemeinsamer Rundgang konnte viele Fragen beantworten, doch man merkte, dass es in allen Köpfen viel zu denken gab… Unser Plan für heute war, dass wir uns startklar machen, so dass wir in 2 Teams mit je 3 Leuten Hunde erfassen konnten. Dazu brauchten alle erst mal eine kleine Einführung ( Wie machen wir Fotos? Wie groß ist der Hund? Welches Alter hat er? Welche Hunde erfassen wir nicht?). Das Nicht-Erfassen von dort lebenden Hunden ist immer ein Thema, was schnell zu Diskussionen führt. Wir von ProDog haben da eine sehr klare Linie gefunden, weil alles andere einfach unkalkulierbare Probleme mit sich bringt. In der Regel werden primär Hunde erfasst, die wir anfassen können. Hunde, die etwas zurückhaltend sind, aber aus der Hand fressen, und interessiert dabei sind, werden ebenfalls erfasst. Für viele Hunde ist dieser Ort einfach eine große Belastung und nicht jeder geht damit locker und leicht um und begrüßt jeden Menschen sehr ausgiebig. Hunde, die wir nicht erfassen, sind eben diese Hunde, an denen man nicht erkennen kann, dass sie bereit sind, mit uns zu kooperieren, da das eine wichtige Grundbedingung ist, um als Hund in Deutschland leben zu können. Hunde, die sehr aggressiv sind, die sehr deutlich machen, dass sie null Lust auf den Menschen haben, werden nicht erfasst. Wie auch…es ist ja kein wirkliches Rankommen. Diese Hunde sind aber sehr selten in Bucov. Es gibt Kennels mit sehr unfreundlichen Hunden, diese weichen aber meist aus, ziehen sich zurück und liegen knurrend in den Hütten. Attackiert wurde ich während all meiner Besuche nur einmal massiv, es war aber vermutlich meine eigene Schuld. Hunde, die wir auch nicht erfassen, sind Hunde, die sehr sehr unsicher sind, die panisch umher streifen und die stets nur im Fluchtmodus sind. Wir haben ab und an die Möglichkeit, auch solche Hunde auf absolut erfahrene und professionelle Plätze zu geben, aber diese Plätze sind sehr selten, weil sie mit einer sehr großen Herausforderung verbunden sind. Solche Hunde versuchen stets immer wieder zu flüchten, Leinen werden durchgebissen, jegliche Einschränkung sorgt für Panik, Kooperation nicht möglich. All diese Hunde haben nicht unbedingt traumatisches erlebt, viele haben eben einfach nichts erlebt, sie kenne es nicht, dass sie mit dem Menschen zusammenarbeiten. Für sie wäre ein Leben in einem begrenzten Gebäude, mit Regeln und Einschränkungen eine reine Tortur… Natürlich sind wir dann in der Pflicht, den Hunden es vor Ort so gut zu machen, wie es eben gehen kann… Aber heillos alles nach Deutschland einzuführen kann nicht der Sinn und Zweck vom Auslandstierschutz sein. Auslandstierschutz bedeutet eben auch, dass man Grenzen erkennt, dass man Lösungen vor Ort findet… So sind wir eben zu dem sehr klaren Entschluss gekommen, dass wir eben nicht jeden Hund erfassen, der in Bucov lebt. 

Diese Hündin war unsicher, fraß aber aus unserer Hand und ließ sich vorsichtig in der Hütte streicheln. Sie wird erfasst und ist bald in der Galerie zu finden.

Sobald wir startklar waren, zogen wir los und machten zwischen Kot, Matsche, Regen von oben weiter…Und wir haben wieder sooo viele tolle Hunde kennengelernt, von denen uns mancher wirklich die Tränen in die Augen brachte…

Eine ganz zarte Hündin…
Ein toller Rüde, der so gerne mit Helgrit schmuste.
Eine ältere Hündin, ganz ganz nett…
Marlien…Sie wird ziemlich gemobbt in ihrem Kennel…
Wunderschöne SAMBIA…
Eine nette alte Schäferdame.
Ponto, auch schon dreimal in Bucov getroffen…

Viele Hunde sind so einsam…so gelangweilt…so gestresst. Sie klammern sich an einen, versuchen, mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit des Menschen zu bekommen… Sie weinen am Zaun, klettern uns hinterher, verfolgen uns im Shelter…Viele Hunde wollen einfach begleiten, suchen eine feste Bezugsperson. Alle Menschen, die mit Hunden leben, verstehen, was ich meine. Viele Hunde ( sicherlich nicht alle!), sind erst komplett, wenn sie ihren Menschen gefunden haben, wenn sie begleiten können, wenn sie ein Team sein können. Und das fehlt den Hunden hier soooo sehr. Es macht sie anfälliger für Stress, sie sind wenig ausgeglichen, immer auf Hab-Acht Modus. Keine Bezugsperson haben zu können, schafft für manche Hunde große Unsicherheiten, die auf Dauer in einer Depression enden…Das fällt mir sehr schwer zu sehen. Vor allem erkenne ich dieses Verhalten bei Hunden, die ich schön öfters dort getroffen habe.  Als ich BASTI heute wiedertraf, war ich geschockt, ich musste zweimal hinsehen, die Ohrmarke vergleichen….Er ist es. Vor 8 Wochen war ich zuletzt dort…8 Wochen…Das sind 56 Tage. Nicht viel. Doch Zeit vergeht anders in Bucov…

BASTI, stark angeschlagen…

Ich hoffe sehr, dass wir auch für BASTI bald ein Plätzchen oder eine Pflegestelle finden. Ich kann mir nicht vorstellen, wie er dort den Winter packen soll….

http://prodogromania.de/bilder/index.php/Ploiesti/R-den/R-den-ab-1-Jahr/BASTI-854297805

Heute Mittag hat der Schreiner weitere Hundehütten vorbeigebracht, die er in unserem Auftrag nun fertig. Es war wirklich gut zu sehen, wer das Gesicht hinter den Hütten ist. Wir sprachen ein paar Worte auf Englisch und er bedankte sich dafür, dass wir seine Hütten bestellten.  Und mir zeigte es wieder: Auch so können wir helfen, vor Ort etwas zu verändern. Klar, wir bekommen auch Anfragen von liebe Menschen, die ihre Hütte spenden wollen, die aktuell in Deutschland steht. Aber alleine der Transport nach Rumänien würde Unsummen verschlingen und so können wir eben auch vor Ort in Rumänien Arbeitsplätze aufrecht erhalten. Die Hütten haben eine top Qualität und die kleinen Embleme vorne machen den tristen Alltag in Bucov zumindest für uns Menschen ein ganz bisschen schöner…

Wir arbeiten nun noch alle fleißig an der Galerie und treffen uns später auf ein gemeinsames Abendessen.  Morgen Abend ist dann auch der Bautrupp auf rumänischem Grund angekommen und wir starten dann mit voller Gruppenstärke durch. Morgen soll wieder die Sonne scheinen, dann erträgt sich alles sehr viel leichter, auch Bucov wohl…

 

Liebe Grüße,
Anna 

Hallo Bucov!

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Heute morgen bin ich recht früh nach Bucov aufgebrochen. Es war sehr kühl, 4°C und alles war noch total feucht und klamm. Wie gewohnt wurde ich im Hof des Hundelagers direkt von zahlreichen freilaufenden Hunden begrüßt, einige Gesichter waren mir noch von meiner August Reise vertraut.  Als ich gerade das Auto ausgeladen hatte, entdeckten meine Augen etwas, über das ich mich sehr freute. Hinter dem Container steht ein Holzgerüst, das nun nach und nach Arbeitsort für unsere Tierärzte werden soll. Im Sommer hatten wir noch mit dem Direktor Sandu gesprochen, der uns zusicherte, dass er die Erlaubnis für den Bau bewilligen wird. Auch Mihaela ist heilfroh darüber, dass es nun endlich los geht. Wir besprechen nun, wie wir auch hier helfen können. 

Die, die unsere Tagesberichte unserer Reisen verfolgen, kennen es schon. Der erste Tag beginnt immer mit einem obligatorischen Rundgang, auf dem man sich erst mal ein Bild von der Lage macht und einen Eindruck gewinnt, wie man nun die nächste Zeit am besten vorgeht. Ich habe heute auch klar erkannt, dass wir es in der Arbeitswoche unbedingt schaffen müssen, weitere Zwinger aus zukiesen, viele Hunde stehen schon wieder im Schlamm…


Gegen Mittag kam unser bestelltest Futter an, 2000 kg konnten wieder in die Container eingelagert werden. Ich möchte mich hiermit bei all den Menschen bedanken, die uns immer wieder unterstützen, die uns immer wieder Geld spenden, damit wir unsere Hunde in Bucov satt bekommen…

Auch unsere Tierärztinnen Irina und Catalina waren heute wieder in Bucov, sie haben mir sofort wichtige Zwinger gezeigt, die dringend erfasst werden müssen. Jedes Mal, wenn man sich mit den beiden Damen unterhält, merkt man sofort, wie sehr sie mit jedem Tier mitfiebern, wie sie die Geschichten der Hunde kennen und wie froh sie sind, wenn man ihnen sagt: Yes, he can travel soon….<3

Liesel

Liesel war schlimm krank, ihr geht es nun viel besser. Sie verfolgt nun auf Schritt und Tritt Catalina, die sie lange und mühsam gesund gepflegt hat. Hunde vergessen eben nie….

Eine Begegnung hat mich heute wieder sehr mitgenommen. Ein kleiner alter Rüde, ich habe ihn Herbert getauft, viel mir sofort auf, als ich in Zwinger Nummer 3 stand. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten, war fix und foxy, zitterte und man merkte, dass er Hunger hatte. In seinem Zwinger waren noch zahlreiche andere ältere Hunde, die alle genüsslich fraßen. Herbert hatte einfach keine Chance…Ich fütterte ihn aus der Hand, was sehr gut ging, anfassen lassen wollte er sich noch nicht so richtig, dafür war die Situation aber auch viel zu stressig für ihn. Morgen steht dringend auf meiner Liste, dass ich versuche, diesen kleinen Kerl in den Container umzusiedeln, bis er ausreisen kann. Er wird es dort nicht mehr lange machen…Catalina, die die Organisation der Container übernimmt, war aber leider schon nicht mehr da. Morgen Herbert bist du direkt dran… Herbert ist 25cm hoch und circa 8-10 Jahre alt…

Irina hat heute den ganzen Tag über neue Hunde geimpft…Einer nach dem anderen, dann schön markiert und eingetragen…Jeder Hund bekommt einen guten Wunsch von ihr und sie hofft so sehr, das sie es alle schaffen werden. An Irina ist das Wunderbare, dass man sieht, dass sie ihren Job macht, weil sie den Hunden helfen will. Sie war heute auch bald wieder die Letzte, die Bucov verlassen hatte und sie rennt non stop von A nach B, den gesamten Tag….So viele Hunde schaffen es, weil sie sich sorgt weil sie mitdenkt und vor allem mitfühlt. 

Morgen soll es regnen, kein leichter Start für die Mädels, die Aniela und ich heute Abend vom Flughafen abholen werden. Es ist ein bedeutender Unterschied, ob die Sonne scheint, oder es grau ist und regnet. Der Eindruck von Bucov ist dann ein ganz anderer. Mal davon abzusehen, dass man bei Dauerregen und 6 Grad auch einfach ans körperliche Limit kommt…

Ich stelle jetzt noch einige Hunde in die Galerie und lade die Videos, die ich heute gemacht habe, auf unserer facebook Seite hoch…Ich habe heute so viele alte Oldies getroffen, ich kann nicht ruhig sitzen, bis ich weiß, dass sie in der Galerie sind, gesehen werden und reisen können. Ich kann es fast nicht ertragen, dass auch diesen Winter wieder so viele alte Hunde in Bucov ausharren müssen…

Morgen sind wir dann mit voller Frauen Power in Bucov!

Habt einen guten Abend,
Anna 

Opa, der aktuell im Container sitzt.

 

Startschuss für die nächste Rumänien Reise

Wir sind wieder vor Ort! Vom 26.10.-3.11 besuchen wir das Hundelager Bucov, eines von unseren Projekten, wo wir schon einige Jahre aktiv sind.  Mit dabei ist auch der Bautrupp des Hamburger Tierschutzvereins, sowie unsere Zockerladies und zahlreiche andere Helfer. Ab dem Wochenende 28.10/29.10 sind wir komplett und dann geht es in eine anstrengende Arbeitswoche. 

Heute morgen bin ich in aller Frühe zum Flughafen Düsseldorf gestartet, von da aus ging es dann weiter nach Bukarest, der Flug war ruhig und ich habe mir im Flieger schon eine grobe Struktur meiner Woche gemacht.  Ich weiß genau, dass wenn ich hier vor Ort bin, vieles sonst vergessen wird, weil mein einfach so im Strudel steckt. Nach 2,5 Stunden Flugzeit bin ich in Bukarest gelandet, habe mir meinen Leihwagen abgeholt und bin bei aller schönstem Herbstwetter und bei tollem Sonnenschein Richtung Stancesti gefahren, ich hatte mich dort mit Aniela im Sanctuary verabredet, denn das liegt quasi auf dem Weg von Bukarest nach Ploiesti, wo sich das Hundelager Bucov befindet. Während der Fahrt bin ich durch verschiedene Dörfer gekommen Zahlreiche Pferdekarren begegneten mir,  voll beladen mit Weißkohl, an den Straßen werden bergeweise Kürbisse und Kartoffeln verkauft.  Auch habe ich in diesen ländlichen Gegenden viele Hunde gesehen, vor allem sehr kleine, die meisten lagen vor Hoftoren und genossen ebenfalls die letzte Wärme der Sonne. 

Nach 40 min Fahrt war ich angekommen im sanctuary, Anielas kleiner Station, die jetzt vor Kurzem die ordentliche Abnahme durch das Veterinäramt erhalten hatte.  Hier leben nun viele Hunde, alt und jung, groß und klein….Ich habe heute im Schnelldurchlauf überall mal reingeschaut, bald ist Gudrun wieder auch genau hier vor Ort und wird dann wieder zentral alle erfassen. So viele tolle Hunde, mich hat es wirklich wieder umgehauen!

Opa Tamburin habe ich auch heute getroffen, er darf bald reisen! Damit ihm nix passiert, hat Aniela ihn von Bucov ins Sanctuary genommen, wo er sich jetzt mit 2 anderen Opas einen Zwinger teilt.
Bei unserem Rundgang haben Aniela und ich eine kleine Mama getroffen, die in ihrem Zwinger nicht sehr glücklich war. Sie wurde mit ihren winzigen Babies abgegeben. Sie war völlig am zittern und wimmern. Sofort wurde innen im Vetgebäude ein kleiner Kennel fertig gemacht, wo die Familie dann einziehen durfte. Dort ist es warm und geschützt… Diese kleine Mami hat es mir auch wirklich angetan, wie sie dort völlig fertig hockte, aber niemals ihre Welpen aus den Augen ließ. 

Ich habe noch einige Videos mit dem letzten Sonnenlicht gemacht, die wir nun nach und nach auf unserer facebook Seite einstellen, damit ihr die Hunde aus dem sanctuary auch besser kennenlernen könnt. 

Ich habe morgen den ersten Tag in Bucov und bin schon sehr gespannt. Da ich morgen dort noch alleine bin, werde ich mir erst mal einen groben Überblick verschaffen und vor allem prüfen, ob unsere Nummern an den Kennels noch stimmen. Denn ohne diese Nummern sind wir dort völlig aufgeschmissen und kein Hund würde wiedergefunden werden.

Morgen Abend kommen die ersten tollen Helfer in Bukarest an, so dass ich am Samstag dann schon nicht mehr alleine dort stehe und wir mit dem Hundeerfassen beginnen können. 

Viele Grüße sendet euch Anna aus Ploiesti…

BOSSE – nicht wiederzuerkennen!

Auch BOSSE fanden wir einst in den vetkennels und er war wirklich ein Häufchen Elend…
Die Woche haben uns wunderbare Fotos erreicht, die einen super erholten und lebensfrohen BOSSE zeigen, der eine tolle Familie gefunden hat!
Danke an Casa Animale für die tolle Vermittlung.


 

Nicht mehr lange, dann steht der Winter vor der Tür..

Liebe ProDogger
Ob wir wollen oder nicht, wir müssen uns leider langsam auf den harten Winter vorbereiten.
Unter den 2500 Hunden werden wieder mind. 300-400 Welpen ums Überleben kämpfen und deswegen brauchen sie dringend genügend Futter für eine gute Abwehr. 

Über den langen Winter benötigen wir dringend genügend Welpenfutter egal ob nass oder trocken, Haferflocken, Welpenmilch und Lachsöl.
Aniela Ghita wird wieder für die kleinsten der Kleinen täglich je nach Angebot einen Brei aus Futter, Haferflocken, Reis, Brötchen und Welpenmilch usw kochen damit sie was warmes in ihr Bäuchlein bekommen

Hier unsere Wunschlisten:
Tierschutzshop:
https://www.tierschutz-shop.de/wunschlis…/prodogromania-e-v/
Amazon:
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oder falls ihr woanders kaufen möchtet, hier die Versandadresse:
Andra Vilcins
Hauptsammelstelle ProDogRomania e.V.
Am Eselspfad 4
76872 Erlenbach

Vielen Dank für Eure Hilfe 

Euer Team von ProDogRomania e.V.