Heute war schon unser letzter Tag vor Ort – und auch wenn wir dieses Mal nur wenige Tage hier waren, haben wir unglaublich viel geschafft. Am Morgen ging es fĂŒr uns zuerst nach Toplet ins Open Shelter. 🚗

Dort haben wir Alina getroffen, die sich vor Ort um die Hunde kĂŒmmert. Wir haben uns gegenseitig ein Update gegeben und sind anschließend durch das Shelter gegangen, haben Hunde besucht, Fotos und Videos gemacht und viele Infos gesammelt.

In den großen FreilaufflĂ€chen mit den sehr scheuen Hunden haben wir Kauartikel verteilt. 🩮 Es war so schön zu sehen, wie sie sich vorsichtig herangetraut haben, jeder etwas bekommen hat und einfach mal beschĂ€ftigt war.

Danach ging es zurĂŒck nach Baile Herculane – eigentlich keine weite Strecke, aber heute mit viel Stau verbunden, weil die Straßen nach dem Winter stark beschĂ€digt sind und aktuell ausgebessert werden. 🚧

Im Shelter selbst haben wir dann nochmal richtig Gas gegeben.đŸ’Ș Bis auf einen einzigen Zwinger haben wir tatsĂ€chlich alle Bereiche geschafft – und das in nur vier Tagen. Damit hĂ€tten wir selbst nicht gerechnet. Wir haben unzĂ€hlige Fotos und Videos gemacht und ganz viele dokumentiert. In etwa zwei Wochen kommt das nĂ€chste VolontĂ€r-Team – fĂŒr sie bereite ich eine genaue Liste vor, bei welchen Hunden nochmal intensiver geschaut werden sollte.

Das Vet-Team hat heute mit der Bravecto-Verteilung begonnen. 💊  Hier gibt es extrem viele Zecken, daher ist dieser Schutz enorm wichtig. Die Tabletten haben sich bewĂ€hrt, wirken zuverlĂ€ssig und werden gut vertragen.

Auch baulich ging es weiter: Vor dem Vet House wurde heute die erste FlĂ€che betoniert. đŸ› ïžÂ Ein wichtiger Schritt, um dort zusĂ€tzliche, kleine Zwinger zu schaffen und die medizinische Versorgung strukturierter zu gestalten.

Das Wetter war heute etwas milder. ☀ Der Wind hat nachgelassen und man konnte richtig sehen, wie gut den Hunden die Sonne tut. Viele lagen entspannt draußen auf dem Beton, haben sich aufgewĂ€rmt – es gab Momente, in denen es fast ruhig war im Shelter. Nach diesem langen, nassen und kalten Winter ein so wichtiger Moment.

Ich reise mit einem guten GefĂŒhl nach Hause. Die Hunde sind hier in guten HĂ€nden. Das Team arbeitet jeden Tag unglaublich hart, um unter diesen Bedingungen das Bestmögliche zu leisten.

Und ja – es gibt immer wieder Kritik. Zu dreckig, zu viele Hunde, warum passiert dies, warum passiert das
warum gibt es eine Beisserei? Aber man muss die RealitĂ€t vor Ort kennen.

Wir sind hier in RumĂ€nien, unter ganz anderen Bedingungen als in Deutschland. Und ein Shelter wie dieses ĂŒber Jahre hinweg so zu fĂŒhren, mit stabiler medizinischer Versorgung, mit Engagement, mit Struktur – das ist eine Leistung. Ich kann nicht den deutsche Anspruch an die rumĂ€nischen VerhĂ€ltnisse anlegen. Ich kann nicht die 5 Welpen im Karton vor der Tierheim TĂŒr ignorieren. Ich kann nicht drei mal am Tag mit dem Hochdruckreiniger durch die Zwinger wirbeln. Und ich kann auch nicht die Leute belehren, die hier 24/7 den Laden am laufen halten.

Ich habe in den letzten Tagen versucht, viel zu erklĂ€ren, Einblicke zu geben, Dinge transparent zu machen. Teilweise völlig umsonst, weil dann Frau Meyer-Hinkelstein drei Minuten spĂ€ter wieder einen völlig sinnfreien Kommentar raushaut. „Bitte rettet sie
“ – Ja, klar, wir geben uns große MĂŒhe. „Holt ihn da raus!“ – Ja, klar. Nimmst du ihn dann in Pflege? „Macht doch da erst mal richtig sauber, bevor ihr eure Filmchen macht
“ – Klar, wir warten gerne drei Stunden vor dem Zwinger, bis sauber gemacht wurde. Und ich wĂŒnsche mir einfach, dass mehr Menschen sich wirklich informieren, bevor sie urteilen. Denn helfen heißt verstehen.

Morgen gehts es wieder 17-20 Stunden mit dem Auto nach Hause, dann ist auch meine Urlaubswoche vorbei
. Wir alle nehmen uns Urlaub fĂŒr diese EinsĂ€tze, bezahlen diese EinsĂ€tze privat und sind danach körperlich und mental echt fertig. Auch das muss jedem irgendwie langsam mal klar sein. Keiner von uns wird dafĂŒr bezahlt oder hat Zeit ohne Ende. ZurĂŒck Zuhause geht fĂŒr uns der Alltag auch weiter: Familie, Job, eigene Tiere usw.

Bitte seid da ein wenig respektvoller mit den teilweise hanebĂŒchene Forderungen
.

Gleichzeitig gibt es so viele von euch, die uns tragen. 💛  Mit lieben Worten, mit Spenden, mit Patenschaften, als Pflegestelle, durch Adoption oder aktive Hilfe. DafĂŒr danke ich euch von Herzen!🙏  Ihr macht diese Arbeit ĂŒberhaupt erst möglich.

Bis ganz bald – wir bleiben dran.

Viele GrĂŒĂŸe von Anna

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