Ein Hund aus Ploiesti

In Ploiesti sitzen aktuell um die 1800 Hunde. Nur 2 (!) Tierschützerinnen koordinieren Adoptionen, Kastrationen, Baumaßnahmen, Impfungen und med. Versorgung von so vielen Hunden wie möglich!

Die städtischen Hundefänger bringen täglich viele neue Hunde, sie setzen Hunde um, bringen Hunde nach der Kastration teilweise in falsche Zwinger zurück.

Türen werden bei der Fütterung durch die Hundefänger offen gelassen, Hunde entwischen, werden teilweise wieder eingefangen, keiner weiß mehr in welchem Zwinger der Hund ursprünglich war.

Welpen werden größer, werden umgesetzt wenn sie knapp 1 Jahr alt sind. Auch hier ist eine Zuordnung nur schwer möglich.

Täglich sterben unzählige Hunde weil sie alt waren oder krank sind, und es keiner bemerkt hat. Oder auch bei Kämpfen um Futter, Schlafplatz usw.  Tote Hunde werden von den Hundefängern „entsorgt“ noch bevor unsere 2 Tierschützerinnen täglich morgens Zutritt zum Tierheim bekommen. In dem Fall suchen sie die Hunde vergeblich, da keine Info erfolgt. Wir sind in einem städtischen Tierheim, werden dort geduldet, haben aber kein Mitspracherecht.

Es wird aus finanziellen und personellen Gründen niemals möglich sein, von Spenden alle 1800 Hunde zu impfen, auch weil zu Stoßzeiten bis zu 35 neue Hunde täglich (!) durch Hundefänger ins Tierheim kommen.

Das Gelände ist groß, ca. 155 Zwinger, und die Hunde verstecken sich auch teilweise in Hütten usw.  Keine der Tierschützerinnen hat in der kurzen Zeit, in der sie Zugang haben, die Möglichkeit alle Zwinger nach einem speziellen Hund mehrmals abzusuchen, während in der selben Zeit Hunde mit dem Tod ringen, Welpen in den Matsch geboren werden, Hunde zum Kastrieren gebracht oder ein Hundetransport beladen werden muss….

Es ist immer wieder sehr traurig wenn wir Adoptanten und Pflegestellen vermehrt enttäuschen müssen, wenn genau die ausgewählten Hunde noch nicht fertig geimpft, krank oder verstorben sind, oder einfach nicht mehr auffindbar. Manche Hunde entwickeln sich auch nach einiger Zeit im Tierheim anders als ursprünglich in der Galerie beschrieben, sie werden unsicher, weil sie unangenehme Begegnungen mit den Hundefängern hatten, oder weil sie menschlichen Kontakt nicht mehr gewohnt sind.

Unsere 2 Tierschützerinnen erleben jeden Tag unzählige Tragödien, sind entkräftet und versuchen doch Tag für Tag maximal vielen Hunden zu helfen. Bei dieser Masse an Hunden kann es niemals genug sein und wahnsinnig viele Hunde bleiben einfach auf der Strecke.

Sie sind dennoch bemüht die gewünschten Hunde für eine Reise vorzubereiten, manchmal dauert es länger, manchmal ist es leider unmöglich oder zum gewünschten Zeitpunkt nicht machbar. Verdient haben es alle Hunde aus diesem Lager raus zu kommen, deshalb freuen wir uns über jeden, der final die Reise antreten kann.

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