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Pagino hat es geschafft!

Lange musste er in Bucov durchhalten und auch sein Leben davor wird sicher nicht leicht gewesen sein.
Jetzt kann er endlich genießen und entspannen.
Danke an unsere tollen Adoptanten und Pflegestelle, die immer wieder solche Bilder möglich machen.

Adoption Event in Bucov!

Heute fand im Zoo ein Event statt, das die Möglichkeiten einer Hunde Adoption aus dem öffentlichen shelter Bucov erneut der Bevölkerung vor Ort nahe bringen sollte.
11 Welpen konnten so vermittelt werden, mit Vertrag, Kastrationsauflage und Impfbuch.
Danke Aniela Ghita für die Leitung dieser guten Öffentlichkeitsarbeit!
ProDogRomania e.V. übernimmt die Kosten für die Kastration und die Impfung im ersten Jahr nach der Adoption. ♥✅👌🏼

Warum machen wir das alles jeden Tag?

Ehrenamtlich. Viele Stunden.

Es ist ganz einfach: Darum!
Darum, weil ein HANSI dann einfach mal Urlaub am Strand machen kann. Hundehütte gegen Campingstuhl getauscht.
Glück gefunden.
Happy End.
Ist also ganz einfach…einfach darum. ❤

Danke an ProVitaAnimale, die Hansi aufgenommen und toll vermittelt haben.

💪 Helfer gesucht für den nächsten Arbeitseinsatz in Bucov! ☺️

Vom 19.10.2018 – 27.10.2018 ist der Bautrupp wieder vor Ort in Bucov und wird wieder alles geben.
Wir suchen für diesen Einsatz noch einige fleißige Hände.

* Menschen, die handwerklich geschickt sind und beim Dächerbau helfen können.
* Gute Fotografen, die beim Hundeerfassen helfen können.
* Fleißige Hände, die anpacken, wo gerade die Arbeit anfällt.(Stroh fahren, Hütten reinigen, Kies verteilen….)

Wir lasen niemandem im Stich, nehmen euch gerne in unsere Gruppe auf und helfen über die ersten schweren Eindrücke hinweg.
Wir brauchen Leute, die körperlich fit sind, da wir bis zu 12 Stunden vor Ort sind. Der Herbst kann schon ordentlich nasskalt, windig und matschig werden, so dass auch das immer eine kleine Herausforderung sein kann.

Arbeitseinsatz vor Ort

Wir freuen uns auf deine Email!
Kontakt bei allen Fragen: Bettina Radermacher / bettina@prodogromania.de

Die Kosten für den Einsatz trägt jeder Helfer selber.

Tag 5 in Bucov

Der Tag begann mit der üblichen Taxifahrt zum Shelter. Der rumänischer Taxifahrer berichtete über die Situation im Land. Ein kurzer Bericht, der in den Satz mündete „Manche Rumänen sind so arm, sie müssen ihre Großeltern verkaufen, um über die Runden zu kommen…aber die will ja keiner“. Aha und Danke für die Information 🙂

Erschreckend fanden wir allerdings, dass das durchschnittliche Einkommen bei 250 bis 350 Euro netto liegt – und das bei nahezu vergleichbaren Lebenshaltungskosten, wie im westlichen Europa.

Uns zeigt dies die Situation hier im Land, wie wichtig es ist, dass wir Kastrationen für die Besitzerhunde anbieten…

Angekommen im Shelter wurden wir freudig begrüßt – von unserer Begleitgang Nr. 1 (Carlos mit seinen Jungs und Mädels). Inzwischen haben alle von uns Namen bekommen und wir freuen uns jedes Mal, sie zu sehen. Wir lieben sie sehr, diese tolle Truppe.

Wir schauen als erstes in den Vet-Container und nach den Seelen, die gestern noch alle ein frisches und sauberes Bett von uns bekommen haben. Haben alle die Nacht überstanden? Haben sie leider nicht – 2 kleinen Welpen hatten sich gestern Abend wohlig eingekuschelt und sind nicht wieder aufgewacht. Wir sind traurig und gleichzeitig dankbar, dass wir Ihnen gestern noch ein so gutes Gefühl schenken und mit auf den Weg geben konnten.

Die Bettchen der anderen Hunde sehen aus, wie sie halt nach einer Nacht so aussehen… So machen wir uns dran, das Notwendige zusammenzusuchen, um es ihnen wieder so schön wie möglich zu machen. So schlecht es Ihnen auch gehen mag ein ganz ganz kleines Schwänzchenwackeln kriegt fast jeder hin. Es ist so berührend ❤

Danach geht es schnell zur Mama und ihren Babys. Unser kleiner Kämpfer… er lebt immer noch. Und wir haben eine tolle Nachricht für ihn mitgebracht: Er darf auf eine Stelle in der er gepäppelt wird, alle drei Stunden ein Fläschchen bekommt und so wenigstens eine realistische Chnace hat, zu überleben.

Morgen sind wir nicht mehr da und niemand hat die Zeit sich um ein einzelnes winziges Wesen zu kümmern. Ohne unsere Hilfe wäre er verloren. Wir sind so sehr glücklich, dass er nun vielleicht doch überleben wird. Seine Mama hat immer noch genug zu tun mit ihren 8 Kindern… sie lässt sich sanft auf die Seite legen sobald sie selber gegessen hat und satt ist. Dann hat sie die nötige Ruhe, sich ihren Babys zu widmen.

Immer noch haben wir eine lange Liste von Hunden, die wir suchen sollen, Updates geben, Verhalten einschätzen, neue Fotos schicken. Nicht alle finden wir… die Hunde werden oft umgesetzt und dann sind sie erstmal „verschwunden“.

An der Stelle auch Entschuldigung, dass nicht alle PNs und Mails beantwortet werden konnten. Die Zeit ist so knapp und irgendwann steht man vor der Entscheidung: schreiben oder die Hunde . Dann muss das Schreiben warten……

Zwischendurch ist immer wieder Zeit, dass wir uns um unsere Sorgenkinder kümmern können (wie z.B. Opi Kami, den kleinen Charles und alle anderen).

Ganz zufällig bekommen wir mit, dass Irina Hunde die frei auf dem Gelände herumlaufen einfangen will. Wir erkundigen uns nach dem Grund. Sie berichtet, dass morgen eine Aktion starten soll bei der alle Hunde mit Betäubungspfeilen narkotisiert werden sollen, damit man sie einfangen und in Kennels setzen kann.

Wir sind geschockt!!!! Das kann für einige Hunde den Tod bedeuten!!

Da wir heute ohnehin unser Gespräch mit Direktor Sandu haben werden, setzen wir dieses Thema gleich mit auf die Tagesordnung….

Als wir mittags eine Pause machen wollen holt uns Mihaela zu unserem Gespräch mit Direktor Sandu ab. Er empfängt uns im Zoo dessen Direktor er ebenfalls ist.

Das Hauptthema des Gesprächs sind die VetKennels.

Durch unsere Aufenthalte der letzten Tage in den VetKennels sind wir umso entschlossener, hier eine Veränderung herbeizuführen.

Wir stellen ihm unsere Ideen vor: einen Rückbau des Gebäudeinnere in Aussen- und Innenbereich, eine Vergrößerung der Kennels und zahlenmäßige Begrenzung der Besetzung und… auch ganz wichtig… gerade dieses Gebäude braucht Licht und eine leichte Reinigungsmöglichkeit.

Auch wollen wir das Gebäude erweitern oder ein weiteres errichten. Die Anzahl der kranken Hunde macht das einfach notwendig.

Und sie sollen in der Zeit ihrer Gesundung eine gute Umgebung haben und nicht dem blanken Horror ausgesetzt sein.

Dir. Sandu ist ein Mann mit offenem Herzen und gutem Willen. Wir diskutieren die verschiedenen Optionen … hier müssen wir noch endgültige Entscheidungen treffen ABER………..

ER IST EINVERSTANDEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Eine Erweiterung dieser „Station“ um Seniorenkennels wird nur noch eine Formsache sein. Aber eins nach dem anderen.

Dieser Umbau wird ein Mammutprojekt werden und sich nicht mal eben umsetzen lassen. Wir machen das alles neben unseren Berufen und alles braucht seine Zeit. Am Ende soll es nicht nur „irgendwie“ werden sondern das Beste für die Hunde bedeuten.

Das zweite Thema – die „Einfangaktion“ – brennt uns schon unter den Nägeln. Dir Sandu erklärt, dass die Arbeiter Angst vor den zum Teil wirklich großen Hunden haben. Das verstehen wir natürlich auch wenn die Hunde allesamt freundlich und keine Gefahr sind. Aber wir bitten und betteln und schlagen mehrere alternative Möglichkeiten vor, mit der Situation umzugehen, so dass die Bedürfnisse der Hunde und der Arbeiter gleichermaßen berücksichtigt werden können.

Das Ergebnis:

Er verspricht uns in die Hand, die Aktion sofort abzublasen.

Fast kommen uns die Tränen vor lauter Erleichterung, aber wir haben noch ein drittes Anliegen:

Am Wochenende sind die Arbeiter alle früh im Feierabend und die Wasserversorgung ist nicht immer und in allen Kenneln optimal. Wir diskutieren auch hier alle Möglichkeiten, dies in den Griff zu bekommen. Dir. Sandu holt sogar einen seiner Mitarbeiter dazu und verspricht uns eine Lösung zu finden.

Er ist einfach großartig und großherzig und wir können uns nur glücklich schätzen, dass er der Direktor in Bucv ist. Danke aus Deutschland und von allen PDR´lern!!! ❤

Zurück im Shelter machen wir unsere Mama-Babys-VetContainer-Problemfall-Runde und dann naht der Abschied.

Immer wieder fühlt es sich wie Verrat an, die Hunde nach Tagen des Zusammenseins alleine zu lassen.

Carlos der uns die ganze Zeit begleitet hat geht mit zum Tor. Er weiß genau, dass wir uns nun trennen werden.

Wir stehen vor dem Tor – er steht hinter dem Tor.

Versprechen, dass wir uns wiedersehen können wir nicht – und wollen wir nicht.

Wenn wir uns eines wünschen dann das: dass er und alle anderen Hunde die wir kennen gelernt haben, schnell ein Zuhause finden werden.

Dieser Abschied ist wie alle anderen vorher – nur ein Teil geht. Ein großer Teil bleibt zurück.

Bei unseren Hunden.

Tag 4 zeigt sich wettermäßig von seiner ausgeglichenen Seite.

Wir möchten heute einfach möglichst wenige Katastrophen erleben.

Unser kleiner Kämpfer lebt noch. Er tapert quer durch den Kennel und wir sind ausser uns vor Freude. Ja.. es ist nur ein kleiner Hund, eine handvoll Leben…denken WIR…der kleine Kämpfer weiß das nicht…und LEBT…Live On, kleiner Held…live on.

Anschließend sprechen wir mit Mihaela und den Arbeitern, tauschen uns aus und besprechen, wie unseren FellFreunden bestmöglich geholfen werden kann. Ein guter Austausch mit vielen Gedanken und Ideen – super. Wir beschließen, uns auf die Suche nach Notfellchen zu machen, als wir ein herzzereissendes „GefiepeGejaule“ hören. Dem nachgehend finden wir in einer Holzkiste einen Welpen. Wir schauen zu ihm hinunter – er schaut zu uns hoch. Schon klar… er will einfach raus aus der Kiste und wir nehmen ihn natürlich hoch. Oh – der Kerl hat Lust auf Leben und so beschließen wir, uns mit ihm auf die Stufen zu setzen und eine gute Zeit mit ihm zu verbringen. Das gefällt dem kleinen Kerl. Anschließend bauen wir seine Kiste mittels Decken und Laken so um, dass es ihm gut geht – dazu ein gutes Essen und frisches Wasser – und er wird ruhig und zufrieden. Irgendwann muss er zurück in seine Kiste… am Nachmittag hocken wir uns kurz mit ihm ins Gras.. er findet das super.. und wir auch ❤

Wieder und wieder sind wir auf der Suche nach Hunden. Das dauert ewig. In der Suche entdecken wir wahre Schätze. Hunde die niemand sieht und die so unglaublich gut in eine Familie oder zu einem Menschen passen würden. Wir erfassen sie und werden sie in den kommenden Tagen posten. Wer immer einen Hund sucht, sollte hier genau hinsehen 🙂.

Die Stunden verrinnen mit suchen, Mamas füttern, immer wieder sauber machen, die Baby, die VetContainer…. wer besonders dreckig ist wird sanft gewaschen und getrocknet. Alle Hunde lieben es umsorgt zu sein. Und dann………

W A S S E R.

Es ist Sonntag und alle Arbeiter sind früh weg. Es ist wieder heiß geworden Die Hunde sind sehr durstig und haben teilweise alles ausgetrunken. Das bedeutet: Tröge füllen. Ein Knochenjob. Wir checken definitiv JEDEN Kennel, reinigen teilweise die Tröge, füllen auf, schauen, ob jeder im Kennel ans Wasser kommen kann. Wer das einmal in seinem Leben gemacht hat… mit der Wasserkarre über den Schotterweg der weiß, wie sich unsere Muskeln nach Stunden dieser Arbeit gerade anfühlen 🙂

Nachdem alle satt, sauber und zufrieden sind checken wir die Box in der gestern einer von 3 Brüdern gestorben ist… der nächste Bruder ist tot. Wieder ein toter Hund. Wir sind sehr traurig, nehmen ihn aus der Box und beginnen damit die Box zu reinigen und dem letzten der Drei alles so schön wie möglich machen, ein kuscheliges Bett, damit er sich nicht ganz so einsam fühlt. Bevor er zurück in seine Box kommt, tragen wir ihn eingemümmelt ein bisschen durch die Gegend, lassen ihn an Blättern schnuppern, frische Luft atmen, die untergehende Sonne spüren.

Vielleicht wird auch er die Nacht nicht überleben. Manchmal kann man nicht mehr für sie tun als ihnen noch einmal ein gutes Gefühl geben… ein sauberes Bett und einmal die Gewissheit: ich bin gemeint, ich wurde gesehen… manchmal kann man nicht mehr tun, als ihnen vielleicht dabei helfen, einigermaßen bequem einzuschlafen… ob für eine Nacht oder für immer, das wissen wir nicht.

Auch wenn diese letzten Minuten traurig waren, wir gehen heute mit einem guten Gefühl. Mit dem Gefühl, den Hunden heute wirklich helfen zu können… sie hatten heute fast alles, was sie brauchten.

Nur eines nicht: eine eigene Familie, ein Zuhause in dem sie geliebt werden, umsorgt, in dem sie nicht einer unter vielen sind sondern ein Familienmitglied.

Aber daran arbeiten wir – mit Eurer Hilfe.

Morgen ist ein neuer Tag …

Gestern musste der Tagesbericht ausfallen.

Wir wollten noch etwas schreiben – aber irgendwie ging es weder körperlich noch seelisch. Es war ein schlimmer Tag, der mit einem toten Hund begann, mit einem toten Hund endete und dazwischen passierte soviel Unschönes, dass wir einfach nicht mehr konnten.

Heute können wir zwar auch nicht mehr 🙂 aber wir möchten Euch unbedingt noch informieren.

Zu gestern:

Am 1 und 2 Tag herrschte eine unglaubliche Hitze.. es war 30Grad plus. An Tag 3 das krasse Gegenteil…. die rumänischen Strassen überflutet. Es goss in Strömen. In sehr figurfreundlicher (🙂) Regenkleidung ging es früh ins Shelter.

Der Tag begann mit einem toten kleinen Welpen, den wir in einem Kennel fanden. Er ist der Bruder von dem bereits beerdigten Welpen gewesen. Wir haben ihn neben seinem Bruder gebettet… so können sie irgendwie zusammen bleiben.

Der letzte Mini lebt … noch. Aber er ist ein toller Kämpfer und wenn es einer schaffen kann – dann er. Er klammert sich so sehr an sein kleines Leben, es ist unfassbar. Jeden Tag rechnen wir damit, ihn tot zu finden und immer wieder zeigt er uns: NICHT MIT MIR!!! Wir lieben ihn… er ist unser Kämpfer des Jahres, das fleischgewordene Bucov, in dem es (wie Florian immer sagt) keine Gerechtigkeit gibt. Da sterben kräftige Welpen über Nacht und dieses kleine Wesen kämpft sich durch die Zeit. Als wir ihn das erste Mal sahen, zitterte er und konnte kaum laufen, heute nun hampelt er durch den Kennel und versucht, sich gegen alle durchzusetzen. Er ist so toll!!!

Seine Mama ist ziemlich ausgehungert. Wir bringen ihr alle paar Stunden etwas gutes zu Essen, damit sie durchhält. Sie ist in einem Kennel, in dem es viele Welpen gibt… von 3 Mamas. Diese Mama ist aber die besonders Gewissenhafte. Sie freut sich jedes Mal wenn sie uns sieht so sehr. Sind ihre Augen noch verzweifelt wenn wir sie von weitem sehen entspannt sie sich kaum dass sie ihr Bäuchlein voll hat. Sie ist aus Campina gerettet worden… dort wäre sie längst tot … und alle ihre Kinder mit ihr.

Sobald sie satt ist, lässt sie sich sanft nieder und ihr Babys beginnen sofort zu trinken. Es ist eine so warme, wunderbare und Leben feiernde Situation, dass uns mitunter die Tränen kommen. Inmitten all des Leids, der Entbehrungen und der Trostlosigkeit liegen wir mit der Mama und den Babys auf dem Boden und hoffen, dass jeder genug zu trinken bekommt, um wenigstens den nächsten Tag zu überstehen.

Seit Tag 2 ist der Kennel 1/7 sauber. GottseiDank, denn bei dem Regen wäre das hoffnungslos gewesen. So ist es zwar matschig, aber es ist „nur“ Dreck und nicht…. nun ja.

Um es Opa Kami, der unterdessen eine Pflegestelle gefunden hat und seinen Freunden etwas gemütlich und schön zu gestalten, haben wir den Kennel „eingerichtet“. Es gibt nun Wannen und Muscheln (wir haben nur solche genommen, die kleine Löcher haben und daher für Wassereinfüllung ungeeignet sind) die allesamt weiche Decken und Handtücher bekommen haben – die Rentergang hat es sich bequem gemacht. Sie genießen es sichtlich.

Zwischendurch müssen wir immer wieder die Babys, die überall verteilt sind sauber machen. Da Wochenende ist und die Arbeiter natürlich nur das Notwendigste machen, bleibt dafür keine Zeit. Darum machen wir es. Ebenso wie die VetContainer.

Im Abstand von ein paar Stunden wir jeder sauber gemacht, es gibt frische Decken und Unterlagen und sauberes Wasser und Futter. Das ist eine wirklich unschöne Arbeit aber zu sehen wie die Hunde aufblühen, wenn sie es schön haben ist Antrieb genug.

Im Laufe des Tages suchen wir immer wieder Hunde für die es Anfragen gibt, machen Fotos oder Videos und stellen fest, dass doch sehr oft Hunde umgesetzt werden. Ich erkenne einige Hunde wieder, die ich noch beim letzten Besuch ganz woanders getroffen habe. Das Gute im nicht Optimalen? Nicht jedes „vermisst“ bedeutet gleichzeitig „tot“. Oft genug tauchen die Hunde irgendwo anders wieder auf.

Die Stunden vergehen hier in Bucov immer wie im Fluge

Mittags machen wir auf einem Holzstapel eine kurze Pause in der wir Sandwiches essen. Unsere Begleitgang steht um uns herum – wie immer – und schaut neugierig. Ok… wir essen am Ende das labberige Brot – sie den Belag.

Plötzlich schreckt uns ein klägliches Gejaule auf. Wir rennen in Richtung VetKennels. Dort hat ein Hund seinen Kopf so heftig durch das Gitter geschoben, dass er feststeckt. Und nun nicht mehr zurück kommt. Uns bleibt fast das Herz stehen!! Wir sind ganz alleine – alle sind im Wochenende. Und wir haben keine Ahnung, was wir machen können. Eins ist aber klar: morgen ist der Hund tot, wenn er dort hängen bleibt. Mein erster Gedanke ist der, den ich immer habe wenn etwas völlig schief geht: Gudrun anrufen. Aber was soll sie tun? Also… kurz nachdenken…

Wir entscheiden es zu versuchen. Einer nimmt das Nackenfell und zieht es straff nach hinten. Der andere packt den Kopf an der Schnauze, der Hund versucht in Panik um sich zu beissen… kurz: irgendwie gelingt es und plötzlich ist er befreit.

Der Schreck sitzt uns in den Gliedern und wir bringen ein sehr (!!) provisorisches Gitter mit Maschendrahtzaun an, damit das nicht wieder passiert.

Am Montag werden wir das Gespräch mit Direktor Sandu haben und ein wesentlicher Punkt dabei wird die Modernisierung der VetKennels sein. Das ist auch bitter nötig.

Die letzten Erledigungen des Tages sind die Fütterung der Mamas, noch einmal Säuberung des VetContainers und der Babys…. und…..

…. ein weiterer toter Hund. Er ist einfach weggestorben neben seinen beiden Geschwistern. Wir können sie nicht so in die Nacht gehen lassen, also nehmen wir den toten Hund heraus, wickeln ihn ein, legen ihn in eine Wanne und geben ihm eine Blume mit auf den Weg. Wir säubern alles und machen es den Verbliebenen schön und alles neu.

Eingefleischte Bucovianer werden das für sentimental und Zeitverschwendung halten aber wir können gerade nicht anders. Zuviele kranke und sterbende Hunde haben wir gesehen… wir brauchen das für uns. So einfach.

Viele Welpen wurden abgegeben, ausgesetzt und gefunden… wenn uns heute eins klar wird dann das: Kastrationen sind der einzige Weg dieses Leid, das Elend der Hunde irgendwann eindämmen zu können. Vielleicht werden wir das nicht mehr erleben, vielleicht wird es noch 2 weitere Generationen dauern… aber wir müssen dranbleiben, dürfen nicht nachlassen und alle vorhandenen Mittel in diese Arbeit stecken. Es ist mindestens genauso wichtig wie Futter…

Bucov – Tag 2

Der Tag beginnt früh und ohne Kaffee 🙂 Wir halten an einer Tankstelle auf dem Weg und rüsten uns aus – Sandwich und ganz viel Wasser – denn es ist sehr sehr heiß.

Gleich nach der Ankunft gehen wir in die VetKennels und schauen nach dem großen Kangal, der gestern Abend noch gebracht wurde. Wir sprechen mit Irina. Glück im Unglück – ihm wird geholfen. Der Tumor ist operabel und Irina sagt, dass der tolle große Kerl eine richtig gute Chance hat. Eine wirklich erleichternde Nachricht.

Als nächstes geht es zu Kennel 1/7 – Ihr erinnert Euch – den vergessenen Kennel, in dem wir gestern so wundervolle Hundeseelen entdeckt haben. Der Kennel ist immer noch in keinem guten Zustand, ist sehr dreckig und eng. Wir haben die Hunde nicht vergessen – und die Hunde haben uns nicht vergessen. Und so gab es ein sehr liebevolles Wiedersehen.

Ausgestattet mit einem guten Essen (für die Hunde) und mit diversen Leckerchen (für die Hunde) sowie dem festen Vorsatz, den Kennel einer Grundreinigung zu unterziehen, öffneten wir die Tür. Welche Freude – die beiden Hunde kletterten uns auf die Arme, als wüssten sie nicht nur, dass wir sie sehr lieben, sondern auch, dass wir aktuell konkrete Pläne schmieden, sie da rauszuholen, denn es wird allmählich eng mit den beiden Süßen. Der Opa ist sehr sehr alt und sollte dringend raus – daran arbeiten wir. Am Abend wird der Kennel sauber sein und die Hunde zufriedener 🙂

Auf dem Weg zurück ins Büro fällt uns dann ein berührendes Winseln auf. In einem Käfig auf Rollen sitzt ein bildhübscher brauner Jagthundwelpe…allein…auf 1,7 Qudratmeter…wir sind so froh, dass wir über ihn „gestolpert“sind. Wir machen uns auf die Suche nach einem passenden Platz für diesen schönen Hund. Sein Jaulen verändert sich, nach dem wir einen sehr gut passenden Kennel gefunden haben und wir sind sicher, dass es dem wundervollen, kleinen Helden gut gehen wird. Wir warten eine ganze Weile ob die Hund gut miteinander umgehen…. das tun sie ❤

Als wir am Abend noch bei ihm vorbeischauen, geht es ihm sehr gut und er hat bereits Anschluss an die anderen Hunde in „seinem“ Kennel gefunden.

Die Welpen. Es sind so viele…so sehr viele und einige bereits sehr schwache Welpen kämpfen für und um ihr Leben.

In einem Kennel sind die ganz zarten…ohne Worte. In anderen Kennels die etwas Kräftigeren.

Es sind wirklich viele in einem Kennel und wir denken darüber nach, sie zu verteilen – aber wo hin?? Es ist einfach kein Platz.

Ganz spontan beginnen wir damit den Dreck aus dem Kennel zu schaffen (die Arbeiter haben hier gute Vorarbeit geleistet aber die Minis verdauen sehr gut), setzen die kleinen Racker kurzerhand aufs Dach der Hütten und geben ihnen ein gutes Essen. Der Trick hilft und gibt uns Zeit den Boden von Dreck und altem Stroh zu befreien und den Kennel gründlich auszuspritzen und noch einige Decken in den Hütten zu verteilen… sie sollen es schön haben.

Anschließend gibt es frisches Wasser und neues Futter für die Lieben – und insbesondere das frische Wasser findet bei der Hitze sehr dankbare Abnehmer. Wir sind froh, dass wir das für die kleinen Seelen tun konnten.

Nun aber rasch rüber zu dem Außenkennel, in dem die Hunde-Mama mit Ihren Babies lebt – Ihr erinnert Euch. Die Hunde-Mama ist wohlauf, wenn auch etwas aufgeregt.

Das kleine schwarzweiße Baby hat es nicht geschafft. Wir hatten es gestern noch auf dem Arm. Wir sind sehr traurig – halten inne – möchten den Moment würdigen. Die Würde allen Seins ist unantastbar – auch und besonders hier in Bocov.

Wir nehmen das Kleine und suchen schöne Steine und ein paar Blüten…. ausnahmsweise wird dieser Hund beerdigt. Würdevoll. Diese Zeit müssen wir uns einmal nehmen.

Wie nah die Dinge oft beieinander liegen bemerken wir, als kurz drauf der Transporter auf das Gelände rollt.

WIE TOLL!!!! Es sind 43!!!! Es sind tatsächlich 43 so kostbare Hunde, die sich aufmachen werden in ein wunderschönes neues Leben.

Wir schauen zu, wie die Hunde nach und nach geholt, vorbereitet und liebevoll von Emil und den anderen in den Transporter gesetzt werden. Was für eine Freude!!! Wir sind glücklich und unterhalten uns mit den Fahrern, helfen beim Einladen und Vorbereiten, halten und tragen, bringen und holen, tauschen uns aus – was läuft bereits super? Was könnte noch verbessert werden? Ein lebendiges Miteinander.

Die Hunde im Transporter sind indes ruhig geworden. Wir schauen in die Gesichter und sehen wache, neugierige Blicke – sie wissen es…nicht genau…aber es geht los…Leben Lieben Lachen…wir sind so froh…lebt los Ihr wundervollen Freunde – wir lieben Euch.

Die Bilder der Abfahrt könnt Ihr ja sehen. Das ist jedes Mal ein wirklich großartiger Moment, der uns spüren lässt…JA

Glücklich und froh schauen wir dem Transport nach, bis er durch die Bäume nicht mehr zu sehen ist. Wir machen kurz Pause.

Erst dabei bemerken wir eigentlich wirklich, wie heiß es tatsächlich ist. Wir schauen uns rasch um, ob die Hunde in den Kennels genug Wasser haben. JA – wie gut.

Die Arbeiter haben einen super Job gemacht und in alle Tröge reichlich frisches Wasser eingefüllt. Auch wurden alle Kennels – auch die ganz hinteren sauber gemacht. Wir haben einige Videos dazu gedreht… es sieht gut aus.

DANKE und sehr toll. ❤

Dann bemerken wir die Hunde, die auf dem Gelände frei umherlaufen….manche sind scheu…andere begleiten uns sprichwörtlich auf Schritt und Tritt, lassen sich streicheln, genießen unsere Zuwendung und wenden sich uns so wunderbar zu und lassen uns ihre Liebe spüren…so so schön.

Wir sehen uns an und wissen, dass wir jetzt schauen sollten, ob diese tollen Hunde in der Hitze ebenfalls genug Wasser finden werden. Wir holen Wannen (DANKE für die Spenden!!!) und verteilen diese auf dem Freigelände.

Und wo immer eine Wanne mit frischem, klaren und kühlem Wasser gefüllt aufgestellt ist – kommen die Hunde sofort und mit einer Begeisterung, die uns ein erfülltes Lächeln auf die Lippen zaubert. Mancher Hund nimmt spontan ein Vollbad und steigt gleich ganz ein. Andere albern rum – aber alle sind spürbar glücklich und begeistert. Toll – also weiter. Wir suchen Gefäße, um so viele Tränken, wie möglich zu installieren, schleppen eimerweise Wasser, so dass alle Hunde reichlich trinken und genießen können und es keinen Streit gibt. Das ist anstrengend, sehr anstrengend … macht uns aber wirklich Freude.

Anschließend brauchen wir dann auch etwas zu trinken, während unsere Begleit-Gang immer bei uns ist.

Der Tag geht ganz langsam zu Ende und wir sind dankbar für so viele Eindrücke und Erfahrungen.

Im Vet-Container schauen wir nach den kranken Mäusen.

Die Arbeiter haben heute bereits 2x sauber gemacht – bei der Hitze ist es aber noch einmal notwendig.

Wir reinigen gründlich die Boxen, jeder bekommt eine trockene, kuschelige Decke und frisches Wasser sowie ein gutes Abendessen. Das ist keine schöne Arbeit aber die Tatsache, dass jeder einzelne Hund sich sichtbar ein wenig entspannt trotz seiner Situation und Krankheit ist Lohn genug. Und die Herzchen freuen sich sehr, trinken sofort und werden dann ruhig. Sie haben es heute Nacht schön ❤

Dann kommt das Taxi. Ein erfüllter Tag – anstrengend und lang – aber sehr erfüllt.

Voller Dankbarkeit verlassen wir das Shelter…für heute.

Morgen sind wir wieder da…und schauen, was wir tun können und genau das werden wir tun…nicht mehr und nicht weniger…aber alles mit Freude und Liebe und der Gewissheit, dass die Würde „unserer“ Hunde unantastbar ist.

Das heute haben wir nicht für einen Verein gemacht, nicht wegen eines Amtes, nicht „jemandem“ zuliebe… das haben wir ausschließlich für die Hunde gemacht. … wie jeden Tag.

Den Tag heute, die gesamte Zeit haben wir den Hunden geschenkt. Morgen werden wir uns der Sucharbeit und Aufnahme und dem Posten von Notfellen widmen… und dennoch immer ein Stündchen rausschneiden… für die Schwachen, die Mama und die Babys, die Kranken und Einsamen und ihnen Minuten des Glücks und der Ruhe schenken.. Das muss einfach sein.

Jetzt ist es kurz vor 2 Ortszeit und wir sind völlig fertig, wünschen Euch eine gute Nacht und sagen „Bis Morgen“

Danke an Euch für Euer „MitUnsSein“ – danke Euch sehr.

Patrizia ❤

… Zeit für etwas Licht und Hoffnung…

… immer wieder werden wir mit Bildern von kranken, abgemagerten und leidenden Hunden konfrontiert.. Welpen die vielleicht sterbend in einer Ecke liegen und nie erfahren durften, was Sicherheit und Liebe bedeutet…

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Aber in dieser Dunkelheit ist auch Licht.. schauen wir nach Baile.. dort ist Dank eurer Unterstützung etwas ganz Besonderes entstanden.. etwas, was Hoffnung gibt und zeigt, dass man auch vor Ort so so viel tun kann, damit die Welt der Hunde ein kleines bisschen besser wird..

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Leid bedeutet nicht immer Schmerz, Hunger und Krankheit.. gerade in Baile kämpfen unsere Langzeitinsassen mit Langeweile, Frust und verlieren Stück für Stück ihr Selbst und geben auf.. ich finde es immer schade, dass man traurige Bilder senden muss, damit man hinschaut.. deswegen möchte ich eben heute mal Bilder senden, die uns Mut machen…

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Dank eurer Hilfe konnten Mishu und sein Team einen Auslauf bauen.. mit Hügeln, Rennflächen, Sand, Schattenplätzen und sogar einem Pool.. viele denken jetzt vllt.. ach da müssen wir keinen Hund retten..die haben es da so gut.. sie haben es vllt. besser als an vielen anderen Orten in Rumänien aber auch ein Auslauf, den man ab und an nutzen kann, wird nie nie die Seele retten, die auf der Suche nach Anschluss, Familie und Liebe ist.. ich bitte euch schaut auch nach Baile… es reisen immer weniger Hund von dort aus und wir machen uns Sorgen

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http://prodogromania.de/bilder/index.php/Baile-Herculane

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Das Topmodel dieser Bilderreihe EVETTE ist übrigens auch noch zu haben ❤
Auf den unteren Bildern seht ihr, was die Jungs dort unten auf die Beine gestellt haben und wie schön es geworden ist ❤