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BAICOI und andere zerplatzte Pläne…

Nachdem Mitte letzten Jahres klar war, dass unsere Pläne für BAICOI nicht umgesetzt werden kann (der Bürgermeister hatte etwas anderes vor mit dem Gelände), setzten wir unsere Überlegungen darauf, ein zweites Vethouse in Bucov zu errichten, damit dort weiter insbesondere ältere und kranke Hunde betreut werden können.
Viele Gespräche mit allen Beteiligten ergaben aber, dass es niemanden gibt, der die Bauplanung und Durchführung engmaschig betreuen kann, was bei einem solchen Projekt unabdingbar ist.

Unser nächster Plan, die Vetkennels zu verbessern und dabei insbesondere dafür zu sorgen, dass mehr Licht in die Innenkennels kommt , scheiterte aufgrund von statischen Problemen – das gesamte Dach hätte komplett neu überdacht werden müssen. Selbst solch eine Baumaßnahme könnte nur mit permanenter Betreuung und Prüfung erfolgen, was wir von unserer Seite einfach nicht leisten können
Außerdem haben wir mit den erfahrenen Mitgliedern des Bautrupps darüber gesprochen und ein weiteres Problem dabei wäre gewesen, dass durch die Dachfenster die Hitze im Sommer unerträglich geworden wäre.
Die Zwischenwände zwischen den einzelnen Kenneln im Innenbereich niedriger zu gestalten, um auf diese Art und Weise diese innenliegenden Kennel heller zu gestalten, mussten wir leider auch aufgeben, da gerade in diesen sehr schmalen Kenneln es eine zu grosse Gefahr für die Hunde ist, wenn sie nicht mittels eines Sichtschutzes voneinander getrennt sind. In diesem Bereich herrscht manchmal eine enorme Aggressivität zwischen den Hunden.

Ein weiterer Ansatz, um unser Geld einzusetzen und die Verbesserung der Situation in Bucov in die Wege zu leiten, war die Idee, nochmals einen Container zu kaufen und dort zu platzieren, damit gerade Welpen oder kleinere kranke Hunde dort versorgt werden können. Dies wünschten Aniela und Mihaela nicht, da gerade im Sommer die Luft unerträglich ist in den Containern. Ausserdem werden dann die Arbeitskräfte von Aniela und Mihaela für die Reinigung dieser zusätzlichen Container gebunden. Aktuell sind zwei Container zur Unterbringung der Hunde in Bucov aufgestellt, was gerade gut gestemmt werden kann, was Reinigung und Fütterung angeht…Wir wollen keinen weiteren Container aufstellen, wenn nicht gewährleistet ist, dass dieser auch gereinigt werden kann.

Ein weiterer Wunsch, der an uns herangetragen wurde, war der Aufbau eines speziellen Welpenbereichs. Da in Bucov ständig neue Kennelanlagen gebaut und erreichtet werden, teilweise auch speziell für die Welpen, sehen wir dies als unsere normale Aufgabe an und rechnen dies in unser jährliches Budget ein.

Ihr seht: Unterschiedlichste Ideen, die alle nicht wirklich umsetzbar oder zielführend sind.

Jetzt sitzen wir hier als Vorstand mit den damals gespendeten 20.000 €, die auf jeden Fall für Verbesserungen für die Hunde in Bucov genutzt werden sollten und können eigentlich nicht mehr machen, als bisher auch. Aber vielleicht ist das ja auch genau die Veränderung, die es in Bucov braucht. Die Monat für Monat hilft, dass es vor Ort halbwegs läuft:

– mehr Hundehütten kaufen

– Kennel zu überdachen

– alte, schlechte Kennel abreissen und neu bauen, auch um Notfälle besser zu separieren

– verstärkt Kastrationen von Besitzerhunden durchzuführen

Das alles ist auch für uns nicht befriedigend, aber Bucov ist nun mal ein öffentliches Shelter, in dem wir nicht Hausherr sind, sondern auf den Direktor und den Shelterleiter angewiesen sind. Ebenso geht es auch darum, dass wir unser Geld sinnvoll und nachhaltig einsetzen. Wir hoffen, dass ihr unsere Gedanken, Sorgen, aber auch unsere Verantwortung verstehen und nachvollziehen könnt. Natürlich kann das aber auch heißen, dass wir in 2-3 Jahren andere Ideen haben und vor Ort vielleicht einfach mehr möglich ist. Die aktuelle Situation ist nicht in Stein gemeißelt, viel ist im Wandel, das haben wir über die letzten Jahre durchaus gespürt und erlebt. Bucov ist kein leichter Ort und die Meldungen der toten Hunde in der letzten Zeit machen deutlich, dass die Lage alles andere als zufriedenstellend ist. Es sind einfach zu viele Hunde an einem Ort, doch an diesem Problem werden wir in der Kürze nichts ändern.

Im Laufe der letzten Jahre haben wir unser Boot schon durch viele schwierige Wetterlagen manövriert, mussten ausweichen, Löcher flicken und Segel neu zusammennähen. Wir sind noch lange nicht im ruhigen Hafen angekommen, die Fahrt wird noch lange weitergehen und wird zahlreiche Turbulenzen und Stürme mit sich bringen. Darauf stellen wir uns täglich immer wieder ein. Hätten wir aber mit einer ruhigen Sommerfahrt mit lauem Wind gerechnet, wären wir schon lange gekentert.

Danke für eure tägliche Unterstützung und euer Vertrauen.
Anna, Gudrun und Bettina.
Vorstand ProDogRomania e.V.

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