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Gerechtigkeit? Wo gibts denn die?

Wir sind wieder eine Woche vor Ort in den Karpaten bei unserem Projekt in Baile Herculane und nehmen euch sehr gerne mit auf die Reise ins Shelter. Wir versuchen jeden Abend einen kleinen Abriss über unseren Tag für euch zu erstellen, damit ihr mit dabei seid und Dinge vor Ort besser verstehen könnt.  

Heute war der bisher heißeste Tag. In der Mittagszeit brennt einem die Sonne so sehr auf der Haut, dass man es echt nicht lange aushält.  Auch die Hunde ziehen sich dann in den Schatten zurück, was in den meisten Kennels schon ganz gut gelöst ist. Einige Kennels stehen noch in der prallen Sonne. Hier haben wir angefangen, einige Tarnnetze, die wir vom Tierheim Koblenz gespendet bekommen haben (DICKES DANKE!!), aufzuhängen, die schön luftdurchlässig sind und nicht zerreißen. 

Florian spannt das Tarnnetz.

     

Das erste hängt nun bei unserer großen Herdi Gruppe. Bisher ist leider nur eine Schwester ausgereist, die anderen warten nach wie vor. Tolle Hunde – in den richtigen Händen. OLIRI hat nochmal einen richtigen Größensprung gemacht… MARTHA seht ihr hier aufm dem Foto. Eine ganz sanfte und vorsichtige Seele, für sie brauchen wir doch auch endlich eine Lösung!

Das größte Problem aktuell vor Ort sind einige Einzelinsassen, unter anderem 3 Staffis, die leider gar nicht verträglich sind und null Chancen haben, nach Deutschland auszureisen. Für sie ist der Freilauf eine kurze Abwechslung, bevor sie wieder in ihre Kennel müssen. Diese sind natürlich recht klein, weil wir einfach nicht so viel Platz hier auf dem Gelände haben. Bisher ist jegliche Vergesellschaftung gescheitert. Diese Situation ist alles andere als einfach und vor allem nicht gerecht. Bisher ist uns keine Lösung eingefallen…ein Leben voller Tristesse. 

Hündin SHALLY im Auslauf…

OSCHO und RANIA haben wir heute umgesetzt. Sie waren nach ihrer Sticker Behandlung noch in der Quarantäne unter gebracht, aber ihnen gehts nun wieder so gut, dass wir die beiden umgesetzt haben. OSCHO hat ein tolles Plätzchen in Mels Nest bekommen und hat dort von seinem Körbchen aus eine tolle Rundumsicht. Für ihn hat sich das Umsetzen wirklich gelohnt. Bei anderen Hunden ist es aber manchmal so, dass sie aus Platzgründen umgesetzt werden müssen und sie nicht wirklich happy über diese Veränderung sind oder der Zwinger einfach schlechter gelegen ist. Die P Kennels bspw. liegen nah am Haus, ständig ist jemand dort und sie sind ganz neu gemacht. Dort sind aber nun mal unsere Welpis untergebracht. Andere Hunde, im A-Haus, haben deutlich weniger Input und Kontakt nach Außen ihn. Sie sind teilweise wirklich sehr isoliert, aber welche Lösung soll es geben? Natürlich bekommen sie so auch weniger vom Stress mit, aber was ist das für ein Leben für einen Hund? Ein soziales Wesen, was dabei sein will, Anschluss haben möchte… Mich macht das manchmal so traurig, weil egal wie sehr man ackert und nachdenkt und sich abmüht. Niemals wird es für alle gut sein, niemals wird man alle zufriedenstellen können, wie man das vielleicht mit seinem eigenen Hund schafft, der daheim wirklich das Luxusleben genießt…Es gibt einen Satz, der diese Reisen immer prägt: Gerecht ist das alles nicht. Egal in welchem Shelter, egal in welchem Zwinger. Man wird immer ein armes Wesen dort sitzen haben, dem es ganz und gar nicht gut geht…

Für Mamalica und ihre Babies konnten wir es heute aber deutlich besser machen. Sie durften in Kennel G8 umziehen. Ein neuer Kennel, mit neuer Hütte, gut gelegen…Als die kleinen Babies dort neugierig auf Entdeckungstour waren, nachdem wir alles mit Hasendraht nochmal doppelt gesichert hatten und die Mama im Schatten entspannte, war man kurz ganz zufrieden…Wenigstens für diese Family konnte man eine gute Lösung finden…

Highlight des Tages war eine Kontrolle durch die Verterinärbehörde. Zwei Amtsveterinärinnen nebst Assistenz kamen ins Shelter und schauten sich verschiedene Zwinger an, vor allem aber den Bereich, der dann bald als Ausreisebereich dienen sollte. Ich hatte euch ja geschildert, dass Mishu so viele Formulare beantragen musste. Heute kam dann nochmal eine Kontrolle, die ihm aber nun final besiegelte, dass alles vorschriftsmäßig ist. Große Erleichterung! 

Am Abend haben wir noch einige Kennels erfasst mit kleineren Hunden, da dort relativ viel Schatten war…nette Bande. Auch sie kommen alle ganz bald in die Galerie, ich versuche mich zu beeilen. 

Morgen kommt Tierärztin NOEMI aus Timisoara und wird einige neue Hunde kastrieren und wir werden mit dem Verteilen der ersten fertigen Hütten beginnen…Viel zu tun! Wie immer. 

 

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