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Ein stürmischer Tag.

Ein großes Reiseteam hat sich wieder auf den Weg nach Bucov / Ploiesti gemacht und besucht dort das Hundelager, in dem 2000 Hunde aktuell untergebracht sind. Es werden Dächer gebaut, alles winterfest gemacht und die Hunde für die Galerie erfasst. Auch ein Besuch in Campina steht an, wo ebenfalls einige Dächer errichtet werden sollen. 

Heute morgen früh haben wir mitgeholfen, einige Hunde für den diese Woche geplanten Transport vorzubereiten. Wir kannten die Hunde nun ja schon besser, wussten wo sie saßen und konnten so effektiv arbeiten. Nach gut einer Stunde war diese Aufgabe somit abgeschlossen. Die Sonne schien und man sah die vielen Welpen sich aufwärmen, denn die Nächte sind mittlerweile durchaus frisch.

Oma LOLLE hat es bald geschafft, sie kann auch einfach nicht mehr.

 Ein Welpe sah aber gar nicht gut aus, und wir bemerkten schnell, dass hier etwas nicht stimmte. Er war schwer gebissen worden im Halsbereich, war super dünn und konnte nicht mehr selber laufen. Wir holten ihn dort raus und machten ihm eine kleine Box fertig, damit Irina ihn sich direkt anschauen konnte, wenn sie ins Shelter kam. Vormittags ist Tierärztin Irina immer im sanctuary, um dort die Kranken und die Notfälle zu versorgen. Der kleine Kerl fraß sehr gut und er ist nun im Vetcontainer untergebracht, wo es wärmer wird und er gut ans Fressen kommt.

Danach machten wir uns weiter an die Hundeerfassung, denn mehr als 80 Kennels fehlten uns noch…und die Zeit sitzt uns im Nacken. Die Sonne hatte sich mittlerweile verzogen und Wind kam auf…

Ein neues Gesicht für unsere Galerie.
Gregi ist aus den vetkennels ausgezogen.

Eine Hirtenhündin mit starken Hautproblemen…
Ein sehr alter Schäferrüde, dem immer die Augen zugefallen sind.
Ein freundlicher Kerl, der so dankbar über sein Strohbett ist, was ihm die Mädels gestern gebaut haben.

Wir sind heute gut voran gekommen, aber es fehlen noch einige Kennels und die Vetkennels, die wir für Freitag auf dem Plan stehen haben. 

Irina fand später noch weitere Welpen, die ziemlich fertig waren. Auch für jeden dieser Hunde wird gesorgt und selbst die Kleinsten bekommen eine Infusion, auf dem Boden, mittendrin…Ja, so läuft das hier in Bucov. 

Auch beim Bautrupp ging es gut weiter, die Bleche kamen heute auf die zwei neuen Dächer…somit sind auch diese beiden fertiggestellt.

Ab morgen ist vorgesehen, dass wir die sehr spartanischen Welpenkennels, die ohne feste Überdachung sind und bei jedem Regen einfach wirklich absaufen. Sie wurden einst behelfsmäßig errichtet, sollten nur temporär dort genutzt werden,  doch wie es hier so ist: Alles was halbwegs ein Gehege darstellt, wird hier genutzt in Bucov…

Nur ein Provisorium…

Wir besprechen morgen, wie wir das dort modifizieren können, wir haben ja gestern noch ganz viele tolle Menschen gefunden, die uns erneut nochmal mit knapp 800€ unterstützen, damit wir das Material bezahlen können…:)

Kurze Besprechung zwischen Lorraine und Bettina.

Heute kamen auch nochmal Doppelhütten, diese werden morgen verteilt. Das geht aber nur mit mindestens 3 Mann, weil sie a) super schwer sind und b) die Zwingertür dafür lange auf sein muss und die Hunde dann jede Gelegenheit nutzen, aus dem Zwinger auszubrechen. 

Für die Vetcontainer haben wir von dem Direktor Sandu einige sehr massive Boxen bereitgestellt bekommen, die wir auch dort integrieren wollen. 

Das Kies- und Reinigunsteam hat heute weiter gespachelt, Stroh verteilt, sauber gemacht…uns tun echt alle Knochen weh….aber wir machen weiter!

Gegen Abend zog sich der Himmel mehr zu und man merkte, dass die Hunde im Vergleich zu den Tagen davor wirklich nervöser waren und die Stimmung war deutlich aufgeheizter. Wir hatten heute einige Kloppereien und mussten häufiger dazwischen gehen. Als wir nach Hause fuhren, setzte der Regen ein und es wurde deutlich kälter… und dann ist Bucov nochmal ein ganz anderer Ort…grau, dunkel, zugig…. Die Hunde merken, dass das Wetter sich ändert. Dass die warmen Tage langsam vorbei sind. 

Heute Abend spät hat Irina im Vetcontainer noch zahlreiche Welpen versorgt, drei nahm sie abends mit nach Hause, die besonders schwach waren…

Wir sitzen nun zusammen beim Abendessen, planen den Tag für morgen und stabilisieren uns gegenseitig. Denn was man hier jeden Tag sieht und erlebt, muss man doch verdauen und verarbeiten, weil es doch sehr sehr weit von unserer deutschen Realität entfernt ist. 

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