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So weit die Füße tragen…

Wir sind wieder mit dem Bautrupp und den Zockerladies eine Woche vor Ort in Bucov. Gemeinsam bauen wir Dächer, erfassen Hunde und schauen, dass es den Hunden, die dort untergebracht sind, halbwegs gut geht. 

Nach dem gemeinsamen Steh-Schnell-Frühstück am Supermarkt sind wir gemeinsam nach Bucov aufgebrochen. Die Sonne schien, es waren bereits um 7:45 Uhr 19 Grad und es war klar: Heute wird es heiß. Die Männer sind direkt zu ihrer Baustelle zurück gekehrt und konnten aufgrund des Wetters super voran kommen! Die Kennels von gestern sind nahezu fertig, Markus und Renee haben heute die Metalldächer noch installiert. 

Die anderen Männer haben in der 50er Kennel Reihe mit dem Ständerwerk für weitere Dächer angefangen und heute Abend war auch das schon ziemlich weiter fortgeschritten. Beim Bautrupp läuft es also ausgezeichnet. Auch die angestellten Arbeiter packen zeitweise mit an, was natürlich den gesamten Prozess nochmal beschleunigt. 

Das kleine elektro. Tierheimfahrzeug darf auch mitbenutzt werden.

 

 

self made storage… 🙂

Anke und Daniela haben weiter Hütten sauber gemacht und Schubkarre für Schubkarre noch Kies gefahren. Ein Bärenjob bei der Wärme…Danke Ladies!!

Wir Erfasser-Teams haben weiter Gas gegeben, gestern hatte uns der Regen ein wenig zurückgeworfen, heute haben wir quasi von 8:30 Uhr – 17:30Uhr durchgearbeitet… Jetzt klingeln uns die Ohren und wir haben wieder so viele tolle Hunde getroffen…Heute haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass man in so einem totalen Zwiespalt hängt. Natürlich möchte man jedem Hund die Chance geben, sich ein wenig zu entspannten und ihn nicht gleich aufgeben, wenn er noch in der Hütte hocken bleibt…Aber natürlich ist unsere Zeit hier begrenzt und wir können nicht ewig warten, denn so viele Kennels warten noch… In manchen Kennels sind teilweise 20 tolle Hunde und man braucht dort doch dann einiges an Zeit, bis man alle kenenngelernt und erfasst hat…

Was mir immer wieder bei diesem Besuch auffällt….Die Pfoten der Hunde…Sie erzählen teilweise ganze Geschichten. Gerade die älteren Hunde haben total durchgetretene Füße, die Krallen dick und lang, Wolfskrallen, die sich schon eingerollt haben…Das ist ein mittelschweres Drama, weil wir können nicht jeden Hund narkotisieren, um ihm die Krallen zu schneiden. Und einem Hund, der nullkommanull Lust auf Kooperation hat, die Krallen zu schneiden, ist ein Unterfangen, was durchaus blutig ausgehen kann…

Wo werden diese Pfoten schon überall rumgetigert sein? Wie viele Schritte mögen sie schon hinter sich gebracht haben? So abgenutzt und verbraucht wie die Pfoten der alten Hunde aussehen, so jung und unbenutzt sehen die der Welpen aus. Am liebsten würde man manchem kleinen Hundekind versprechen, dass es niemals die Pfoten auf diesen leider sehr schwierigen Boden in Bucov setzen muss, aber das können wir nicht. 

Das mittelschwere Welpendrama ereignete sich heute. Früh am Mittag wurde eine Box mit 8 relativ kleinen Welpen vor der Tierheim Tür gefunden, circa eine Stunde später stand eine säugende Mutter mit 8 weiteren Welpen vor der Tür, diese waren schon ein wenig älter.. Somit musste mal wieder improvisiert werden. Natürlich ist in Bucov nicht ein einziger Kennel leer, so dass erst mal Platz geschaffen werden musste. Ein kleiner Zwinger wurde nun komplett freigemacht für die Mama und wir hofften, dass wir ihr auch die 8 kleineren Welpen dazusetzen konnten, denn sie wären ohne Milch völlig verloren und nein: Hier kann niemand 8 Welpen mit der Flasche großziehen. Aniela hat gerade 3 Saugwelpen bei sich Zuhause, mehr geht einfach nicht…:(

Die Mama…so tapfer.
Das neue Zuhause.
Das erste Mal Welpenfutter…
Die Mama wird zum Gehege gebracht.
Erst mal trinken…
Ein harter Start in Bucov.
Alle müde, Mama ganz nett mit allen.

Unsere erste Sorge war unbegründet, die Mama machte das ganz toll.  Für die diese Großfamilie ist es nun ein neuer Start, die Chancen sind nicht einfach auszumachen. Man muss sehen, wie die kleinen Welpen das Umfeld verkraften, wie sie die Impfungen überstehen und Kraft für diese erste schwere Zeit finden. Auch bei ihnen bleibt abzuwarten, wohin sie ihre kleine Füße tragen werden… Vor Ort versuchen alle ihr Bestes, damit ihr Weg gut weitergehen kann. 

Aniela hat heute zusammen mit Ionuts noch in vielen Kennels Simparica verteilt, wir hatten euch ja gestern von der Zecken und Hautproblematik berichtet…Aktuell haben dieser Viecher leider ihre Hochzeit…

Heute Abend spät waren Melanie und ich noch in relativ abgelegenen Kennels, die von Mihaela betreut werden. Und dort haben wir wieder so viele tolle Schätze gefunden…Ich vergleiche das ja immer mit Goldsuche…Man zieht los, weiß nie genau, was einen erwartet und dann gräbt man, klettert in jeden Winkel, schaut in jede Hütte und wird so oft sooo positiv überrascht von Hunden, die quasi nur darauf gewartet haben, dass endlich jemand vorbei kommt und sie kennenlernen möchte…

Wir versprechen den Hunden, dass wir, soweit uns unsere Füße noch tragen, alles dafür tun werden, damit es ihnen gut geht, sie Chancen haben und ein halbwegs gutes Leben führen können…Es ist schwer, es ist noch weit, es wird noch viele Jahre dauern, aber wir sind auf dem richtigen Weg…

Abendessen. Galeriepflege. Bett. 

So sieht der Rest unseres Tages (Urlaub!!) aus… Gestern Abend habe ich mit allen mal kurz gesprochen, wie es so klappt und geht und wie sich die Zeit hier anfühlt. Alle sind zwar echt platt, aber jeder, der hier ist, weiß, dass er am richtigen Ort ist und dass er seine Zeit richtig investiert. Auch wenn es natürlich Urlaubszeit ist, in der man auch am Strand mit Buch liegen könnte. Aber daran denkt hier gerade niemand. Hier wird geplant und kalkuliert, was alles noch machbar und umsetzbar ist in dieser einen Woche… tolles Team!

 

 

 

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