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Angsthunde

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass so viele Menschen ihre gutgemeinte Hilfe anbieten für unsere Sorgenkinder. ❤
Wir hatten euch die Tage ja SHELDON vorgestellt, einer von vielen Hunden, die einfach große Angst haben…
Viele Leute wollen ihm helfen und ihn zu sich holen. Viele haben die Auffassung, dass es mit Liebe und Zeit werden wird, bei ihm…
Es wird auch bei ihm wieder gut werden können.
Aber es kann nur gut werden, wenn er in erfahrene Hände kommt.
Und Angsthundeerfahrung ist eben nicht, wenn man „seit Kind an Hunde hatte…“….
Erfahrung mit Angsthunden heißt, dass man vorausschauend planen kann, was in einem solchen Kopf vorgeht. Es kann von Erstarren bis Vollattacke bis völlige Panik gehen, das Spektrum ist groß. In der Regel bringen wir solche Hunde sehr selten nach Deutschland aus Ermangelung an richtig guten Plätzen, die Ahnung davon haben, wie man mit solchen Hunden „arbeitet“. Ja, Angsthunde sind sehr viel „Arbeit“ und es reicht eben nicht nur Zeit + Liebe und dann wird alles gut.
Solche Hunde müssen aktiv aus ihrer Angstspirale geholt werden, brauchen positive Erfahrungen, brauchen input und know how. Sie müssen angefasst und gehalten werden, brauchen Ziele und Vorbilder, natürlich aber auch Stärke und einen souveränen Partner. Ein souveräner Partner ist man nicht, wenn man wartet und den Hund „in Frieden“ lässt. Natürlich soll der Hund ankommen, schlafen und ruhen können. Aber es kann eben nicht „nichts“ mit ihm passieren, Von selber wird da ganz selten nur etwas besser.

Daher ist es auch völlig verständlich, dass Tierheime solche Hunde fast nicht aufnehmen können. Im Tierheim Alltag fehlt meist die Zeit für solche Impulse, für das eng eingebundene Leben, für die Interaktion.

Ihr müsst daher verstehen, dass wir Hunde wie Sheldon nicht zu Kleinkindern, unsicheren Hunden oder in unerfahrene Hände vermitteln. Unerfahren bedeutet eben auch, dass man zwar vielleicht schon Hunde hatte, aber eben noch niemals mit einem Angsthund in Kontakt gekommen sind.
Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und ganz am Anfang auch solche Hunde zu Menschen gegeben, die zwar bemüht waren, aber viel zu wenig Ahnung von der Materie hatten, was unweigerlich in Frust und Ärger geendet ist. Wenn man keine Erfahrung hat, kann man sich eben gar nicht ausmalen, was so ein kleines Angstpaket alles auspacken kann, welche Probleme und Schwierigkeiten im Alltag zu überwinden sind.
Gut gemeint ist leider noch nicht gut gemacht…
Und damit niemand frustriert ist und Sheldon direkt von Anfang an die richtigen Begegnungen und Erfahrungen machen kann, müssen wir eben ein wenig länger suchen, bis es passt.

Bitte seid da nicht böse auf uns oder enttäuscht, aber unsere Erfahrung zeigt, dass ein Angsthund – so klein er auch sein mag – in die entsprechenden Hände muss…

Verantwortliches Handeln im Tierschutz heißt eben auch, dass man Grenzen kennt und aus seinen Erfahrungen lernt.

ProDogRomania e.V.
www.prodogromania.de

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