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Rumänisches Kind wurde nicht von Streunern getötet

Vor einem Jahr starb in Rumänien der 4-jährige Ionut, nachdem ihn angeblich Strassenhunde zerfleischt hatten. Eine Untersuchung bringt jetzt ans Licht, was wirklich passiert ist.

VIER PFOTEN deckt anhand eines offiziellen Dokuments auf, dass eine falsche Tatsachenbehauptung zu den Massentötungen von Streunerhunden in Rumänien führte.

Im letzten Jahr wurde Ionut (4 Jahre) angeblich von Strassenhunden zu Tote gebissen. Jetzt liegen Vier-Pfoten Dokumente vor, die beweisen das es keine Strassenhunden waren sondern Wachhunde einer benachbarten Firma.

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass Ionut und sein Bruder vor der Hunde-Attacke in eine neben dem Park liegenden Brachfläche der Firma Tei Rezidential eingedrungen waren, wo angeblich eine Hundemeute hauste. Im März 2014 erhob die Staatsanwaltschaft Bukarest Anklage gegen der Verwaltungsstelle und gegen den Eigentümer der Brachfläche – wegen fahrlässiger Tötung.

Die Verantwortlichen hätten es unterlassen, «die geeigneten Massnahmen zur Abgrenzung des Parks vom nahegelegenen leerstehenden Grundstück mittels eines Zauns zu ergreifen», heisst es im Bericht der Staatsanwaltschaft, der die Schweizer Tierschutz-Organisation Vier Pfoten vorliegt.

In diesem Bericht steht unter anderem:

„… die Minderjährigen betraten ungehindert das private Gelände der S.C. TEI REZIDENŢIAL S.R.L. BUCUREŞTI, das von den sieben der Firma gehörenden Hunden bewacht wurde …“ und „die Angeklagte – S.C. TEI REZIDENŢIAL S.R.L. BUCUREŞTI – (…) hat nicht die geeigneten Massnahmen ergriffen, um den Angriff der Hunde auf den minderjährigen Anghel Ionuţ Cosmin durch Umzäunung des Areals zu verhindern. Mit dieser unterlassenen Maßnahme hätten die Hunde ausschließlich auf dem Grundstück der Firma gehalten werden können, im Einklang mit dem Gesetz für Hundehalter und den Bestimmungen für gefährliche und aggressive Hunde.“

Außerdem stellt die Staatsanwaltschaft fest: „Ungeachtet dessen, dass ein Teil der Hunde, die auf dem Grundstück bei der Tuzla-Strasse Nr. 50 eingefangen wurden, seit 2009 im offiziellen Register des Veterinärzentrums der Stadtverwaltung Sektor 2 erfasst sowie kastriert, mit einer Ohrmarke versehen und gechipt waren, waren diese Hunde seit September 2013 keine Streunerhunde. Der Besitzer der Hunde war die Angeklagte S.C. TEI REZIDENŢIAL S.R.L. BUCUREŞTI.“

Somit ist belegt, dass Ionut von Wachhunden der Firma tot gebissen wurde.

Laut Răzvan Băncescu, Chef der Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA, wurden allein in Bukarest bisher 16.000 Streunerhunde von der Stadt getötet, und 2.000 Hunde sind in öffentlichen Tierheimen untergebracht. Băncescu bestätigte außerdem, dass die Hälfte dieser 16.000 Streunerhunde nach der Aufhebung der Anwendungsnormen des Tötungsgesetzes und damit illegal getötet wurden.

Diese Normen wurden am 20. Juni 2014 durch einen Beschluss des Appellationsgerichts aufgehoben, nachdem VIER PFOTEN rechtliche Schritte dagegen eingeleitet hatte. Seitdem darf das Gesetz nicht angewandt werden, und das Töten von Streunerhunden ist illegal.

Quellen:  Vier-Pfoten

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