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Tag 4 zeigt sich wettermäßig von seiner ausgeglichenen Seite.

Wir möchten heute einfach möglichst wenige Katastrophen erleben.

Unser kleiner Kämpfer lebt noch. Er tapert quer durch den Kennel und wir sind ausser uns vor Freude. Ja.. es ist nur ein kleiner Hund, eine handvoll Leben…denken WIR…der kleine Kämpfer weiß das nicht…und LEBT…Live On, kleiner Held…live on.

Anschließend sprechen wir mit Mihaela und den Arbeitern, tauschen uns aus und besprechen, wie unseren FellFreunden bestmöglich geholfen werden kann. Ein guter Austausch mit vielen Gedanken und Ideen – super. Wir beschließen, uns auf die Suche nach Notfellchen zu machen, als wir ein herzzereissendes „GefiepeGejaule“ hören. Dem nachgehend finden wir in einer Holzkiste einen Welpen. Wir schauen zu ihm hinunter – er schaut zu uns hoch. Schon klar… er will einfach raus aus der Kiste und wir nehmen ihn natürlich hoch. Oh – der Kerl hat Lust auf Leben und so beschließen wir, uns mit ihm auf die Stufen zu setzen und eine gute Zeit mit ihm zu verbringen. Das gefällt dem kleinen Kerl. Anschließend bauen wir seine Kiste mittels Decken und Laken so um, dass es ihm gut geht – dazu ein gutes Essen und frisches Wasser – und er wird ruhig und zufrieden. Irgendwann muss er zurück in seine Kiste… am Nachmittag hocken wir uns kurz mit ihm ins Gras.. er findet das super.. und wir auch ❤

Wieder und wieder sind wir auf der Suche nach Hunden. Das dauert ewig. In der Suche entdecken wir wahre Schätze. Hunde die niemand sieht und die so unglaublich gut in eine Familie oder zu einem Menschen passen würden. Wir erfassen sie und werden sie in den kommenden Tagen posten. Wer immer einen Hund sucht, sollte hier genau hinsehen 🙂.

Die Stunden verrinnen mit suchen, Mamas füttern, immer wieder sauber machen, die Baby, die VetContainer…. wer besonders dreckig ist wird sanft gewaschen und getrocknet. Alle Hunde lieben es umsorgt zu sein. Und dann………

W A S S E R.

Es ist Sonntag und alle Arbeiter sind früh weg. Es ist wieder heiß geworden Die Hunde sind sehr durstig und haben teilweise alles ausgetrunken. Das bedeutet: Tröge füllen. Ein Knochenjob. Wir checken definitiv JEDEN Kennel, reinigen teilweise die Tröge, füllen auf, schauen, ob jeder im Kennel ans Wasser kommen kann. Wer das einmal in seinem Leben gemacht hat… mit der Wasserkarre über den Schotterweg der weiß, wie sich unsere Muskeln nach Stunden dieser Arbeit gerade anfühlen 🙂

Nachdem alle satt, sauber und zufrieden sind checken wir die Box in der gestern einer von 3 Brüdern gestorben ist… der nächste Bruder ist tot. Wieder ein toter Hund. Wir sind sehr traurig, nehmen ihn aus der Box und beginnen damit die Box zu reinigen und dem letzten der Drei alles so schön wie möglich machen, ein kuscheliges Bett, damit er sich nicht ganz so einsam fühlt. Bevor er zurück in seine Box kommt, tragen wir ihn eingemümmelt ein bisschen durch die Gegend, lassen ihn an Blättern schnuppern, frische Luft atmen, die untergehende Sonne spüren.

Vielleicht wird auch er die Nacht nicht überleben. Manchmal kann man nicht mehr für sie tun als ihnen noch einmal ein gutes Gefühl geben… ein sauberes Bett und einmal die Gewissheit: ich bin gemeint, ich wurde gesehen… manchmal kann man nicht mehr tun, als ihnen vielleicht dabei helfen, einigermaßen bequem einzuschlafen… ob für eine Nacht oder für immer, das wissen wir nicht.

Auch wenn diese letzten Minuten traurig waren, wir gehen heute mit einem guten Gefühl. Mit dem Gefühl, den Hunden heute wirklich helfen zu können… sie hatten heute fast alles, was sie brauchten.

Nur eines nicht: eine eigene Familie, ein Zuhause in dem sie geliebt werden, umsorgt, in dem sie nicht einer unter vielen sind sondern ein Familienmitglied.

Aber daran arbeiten wir – mit Eurer Hilfe.

Morgen ist ein neuer Tag …

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