Es kommt phasenweise nun wieder die Frage auf:

„Warum sollen wir denn einen Hund aus Baile adoptieren oder Pflegestelle werden, wenn es denen da eh so gut geht….“

Wenn so argumentiert wird, reagiere ich persönlich immer ein wenig angesäuert, denn ich frage mich:
Wie soll es denn nun gemacht werden?

Das Tierheim in Baile steht dort nun seit knapp 4 Jahren, immer wieder wurde und wird gebaut, immer wieder konnten schon viele Fehler verbessert werden.
Das Team vor Ort hat nun auch einiges an Erfahrung, gerade der Sohn von Mishu, Alex, kennt die Hunde richtig gut, setzt die Gruppen sehr gut zusammen, achtet darauf, dass es wenig Stress gibt.
Unsere beiden Tierärztinnen sind greifbar, schauen nach den Notfällen. Wir gucken, dass wir mit jedem Transport eine gute Mischung an Hunden ausreisen lassen können. Wir haben die Verantwortung dort gerne übernommen und sorgen uns darum, dass es allen den Umständen entsprechend gut geht.
Wenn das der „Lohn“ nun ist, dass man nun keinen Hund mehr aus Baile „retten“ muss und die Hunde nun quasi dort in den Nachteil rutschen, dann kann man die tägliche Arbeit ja quasi doch gleich direkt lassen…

Ziel einer nachhaltigen Tierschutzarbeit sollte es sein, dass man nach den Jahren auch einen Fortschritt sieht, sonst würde ich mich als Spender durchaus fragen, was der ganze Spaß denn bringen soll…

Und zu der Aussage: „Ja, in Baile gehts den Hunden doch gut…“
…Welcher Hund soll sein Leben in einem relativ engen Betonzwinger verbringen? Ohne richtige Bezugsperson, ohne Spaziergänge, ohne ausreichend sozialen Kontakt?