1. Tagesbericht aus dem Hundelager Bucov…

Eine Woche sind wir wieder in Bucov vor Ort, schauen uns an, was bisher wieder passiert ist, welche neuen Hunde in die Vermittlung aufgenommen werden können und welche wichtigen Aufgaben vor dem Winter angegangen werden müssen. Wir nehmen euch wieder mit auf unsere Reise und stellen hier immer einen Tagesbericht ein, der helfen soll, die Gesamtstituation in Bucov besser zu verstehen. 

Tag 1 – immer ein Angang und ein mulmiges Gefühl

Heute morgen früh ging es nach dem Frühstück zusammen mit Katja, Manon, Helen, Klaus, Lynn, Cindy und Sandra Gulla, die ja schon seit einer Woche hier ist, Richtung Bucov ins Hundelager.  Wie immer machen wir alle gemeinsam einen Rundgang, erklären den freiwilligen Helfern, die uns begleiten, viele Details, und versuchen die ersten Eindrücke ein wenig leichter zu machen. Die Lautstärke, die Masse an Hunden…nicht jeder steckt das einfach so weg und auch mich berührt es immer wieder sehr, wenn ich dort bin, obwohl ich schon so viele gemeinsame Rundgänge hatte…

Leider haben wir direkt im ersten Kennel einen toten Hund gefunden, den wir natürlich sofort dort raus geholt haben. Somit waren unsere Begleiter direkt in der Bucov Realität angekommen. 

Mein erster Gesamteindruck:
Alle Hunde hatten Wasser um 9 Uhr. 
Alle Hunde hatten die Möglichkeit, sich in den Schatten zu legen.
Alle Hunde wurden ausreichend mit Futter versorgt, mir sind keine signifikant dürren Hunde begegnet, die darauf schließen lassen würden, dass unzureichend gefüttert würde…

Viele neue Arbeiter sind dort, alle haben etwas zu tun gehabt und hier scheint auch die Tierheimleitung mehr einwirken zu können…Heute haben einige Arbeiter weiterer Zwinger gereinigt, was an vielen Stellen dringend nötig war. 

Unsere eine Hundekarre hatte einen ziemlich Platten und auch die Wasserkarre war nur einseitig bereift, was dringend gelöst werden sollte. Kurzerhand fuhr Klaus mit einem der Arbeiter los, um das Reifenproblem zu lösen. Nach knapp einer Stunde war alles erledigt und die beiden Karren war wieder fahrtüchtig. Danke an Klaus! 

Dieser ältere Kerl hat es leider nicht geschafft, er ist nach wenigen Stunden verstorben…

Wir haben heute in zweier Teams Hunde für unsere Galerie erfasst, unsere grünen Wassertröge gereinigt und Hütten von Kot und Dreck befreit. In die Arbeitsabläufe der Arbeiter vor Ort greifen wir bewusste nicht ein, denn wenn wir nicht mehr dort sind, muss ja eben auch Wasser- und Futterversorgung gewährleistet sein.  

Wi

Wir sind nun alle ganz schön platt von der Hitze und müssen uns langsam vortasten, damit wir nicht direkt nach den ersten zwei Tagen völlig platt sind…Wir stellen jetzt die ersten neuen Gesichter in die Galerie und hoffen, dass auch sie bald eine Chance haben werden.