Schuften und puzzeln – Tag 6 in Baile Herculane

Wir sind wieder unterwegs in Rumänien. Dieses Mal sind wir eine Woche in Baile Herculane und besuchen dort unser Tierheimteam und die Hunde. Wie immer erscheint jeden Abend ein kleiner Tagesbericht, wo wir unseren Tag Revue passieren lassen. 

Heute morgen früh haben wir direkt mit dem weiteren Ausbau des Auslaufs begonnen und gegen 11 Uhr war es soweit: Endlich war der Auslauf fertig! Zusammen mit Alex haben wir dann die ersten Junghunde dorthin umgesiedelt, die direkt in großer Freude das neue Areal entdeckten…

Durch die nun freien Ausläufe konnten wir einiges im Tierheim umsetzen und neue Gruppen zusammenstellen. Vor allem schauten wir, dass die kleineren Welpen in die neuen Sandausläufe umsiedeln konnten. 

Im Anschluss daran erfassten wir die letzten übrigen Hunde ( ein paar fehlen noch, die sind morgen dran). Leider bin ich wieder auf viele Hunde getroffen, die schon sehr lange im Tierheim in ihrem Betonzwinger leben – so schade! Sascho, Silja, Taavi, Savio…sie sind alle noch dort.

Leider kamen heute auch wieder Neuzugänge. Drei kleine Mädels, vermutlich Mopsmixe…Wir wussten nicht mehr, wohin mit ihnen, da sie auch ganz winzig sind und von allen anderen Welpen überrollt würden. Maria ( Mishus Frau) nahm sie an sich und hat sie nun in ihrer Obhut im Badezimmer. Manchmal muss man echt Lösungen zusammen schustern, an die man vorher nicht gedacht hat…

Wir brauchen dringend Hilfe bei der Finanzierung der gesamten Impfungen, die nun anstehen, durch so viele neue Welpen…Nur wenn sie geimpft sind, haben sie eine reelle Chance, zu überleben. Bitte helft uns, damit wir die kleinen Wesen impfen lassen können!

Impfstoffe werden dringend benötigt

Der Tag heute war (emotional gesehen) durchwachsen. Man freut sich über die neuen Ausläufe und die Möglichkeiten, die man dann hat, wird aber gleichzeitig durch neue Welpen wieder blockiert. Man löst an einer Ecke, und schon gibt es wieder ein Problem an anderer Stelle. Nach gut einer Woche, in der man nun hier ist, kennt man die  Hunde schon ganz gut und man merkt deutlich: Alle Hunde sind gut versorgt. Sie sind satt und werden mediz. betreut, wenn was sein sollte. Aber dadurch ist ein Hund nicht glücklich. Er überlebt, aber er wartet Tag für Tag. Das wurde mir heute wieder so bewusst. Die Hunde krabbeln regelrecht in einen rein, suchen den Kontakt, die Nähe, den Anschluss, freuen sich über Ansprache… Den Hunden fehlt so viel von dem, was sie brauchen, um wirklich glücklich zu sein…
Abends, wenn dann alle nach dem Tag zusammen liegen, oder noch ein wenig toben, hat man kurzzeitig das Gefühl, dass alles gut ist..

Morgen steht der letzte Tag im Tierheim an – das ist für mich immer der schlimmste Tag, weil man so viel noch schaffen will und so viele tolle Hunde zurücklassen muss. Immer wieder ist das Herz dann schwer…